Freitag, 14. Dezember 2018

Fokus Medizin

iStock/SolStock

26.02.2018
Von: mf
Artikel Nummer: 26344
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Glückliche Kinder essen gesünder

Wohlbefinden und Ernährung gehen Hand in Hand. Laut einer aktuellen Studie ernähren sich Kinder ausgewogener, wenn es ihnen gut geht. Darüber hinaus sind die Kleinen umso glücklicher, je gesünder ihre Kost ist.


Kindern eine gesunde Ernährung schmackhaft zu machen, kann eine schwierige Angelegenheit sein. Wie schwedische Kollegen kürzlich herausfanden, könnte aber genau das den Sprösslingen zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen. Die Forschungsgruppe um Dr. Louise Arvidsson von der Abteilung für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Göteborg ging der Frage nach, welche Verbindung zwischen dem psychosozialen Wohlbefinden und einer gesunden Ernährung besteht.

Daten von mehr als 16 000 Kindern im Alter von zwei bis neun Jahren aus acht europäischen Ländern gingen in die Arbeit ein. Die Jungen und Mädchen sind Teil der IDEFICS-Kohortenstudie, in der ernährungs- und lebensstilbedingte Gesundheitsfaktoren der Kleinen untersucht werden. Zu zwei Messzeitpunkten analysierten die Wissenschaftler die Ernährungsgewohnheiten und das Wohlbefinden (u. a. Selbstwertgefühl, emotionale und soziale Auffälligkeiten) mittels Fragebögen, die die Eltern beantworteten.

 

Wechselwirkungen zwischen Ernährung und Psyche

 

Je gesünder sich die Kinder zu Beginn der Studie ernährten, desto selbstbewusster waren sie zwei Jahre später (Odds Ratio, OR, 1,2). Ebenso zeigten sie weniger emotionale und soziale Probleme mit Gleichaltrigen (OR 1,2–1,3). Im Gegenzug hielt sich der selbstbewusstere Nachwuchs im Follow-up stärker an die Vorgaben einer ausgewogenen, zuckerreduzierten Ernährung mit Obst, Gemüse und Vollkornprodukten (OR 1,1). Die Ergebnisse zeigten sich dabei unabhängig vom Ausgangsgewicht.

Zu den möglichen Ursachen zählen die Autoren, dass positive Gefühle die Wahrnehmung von süssen Geschmäckern verstärken, während negative sie beeinträchtigen. Wie ungesunde Kost psychische Probleme fördern kann, ist noch unklar.

 

 

Arvidsson L et al. BMC Public Health 2017; 17: 926.

 

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