Sonntag, 21. Oktober 2018

Fokus Medizin

iStock/esolla

08.10.2018
Von: bk
Artikel Nummer: 26431
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Schwerer, aber trotzdem gesünder

Wer das Rauchen aufgibt und in der Folge Gewicht zulegt, hat in den Jahren danach ein gesteigertes Risiko für einen Typ-2-Diabetes. Im Vergleich zu Weiterrauchern profitieren jedoch auch diese Patienten eindeutig vom Rauchstopp.


Gesteigerter Appetit und geringerer Energieverbrauch sind die wichtigsten Gründe für die Gewichtszunahme nach Rauchstopp. Das stellt nicht nur den Abstinenzwillen auf eine harte Probe, sondern lässt auch Befürchtungen zu möglichen negativen Konsequen­zen für Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Gesundheit aufkommen. Bisherige Beob­achtungsstudien lieferten widersprüchliche Ergebnisse – wohl auch deshalb, weil sie meist an einem bestimmten Stichtag enden und kaum Langzeitdaten enthalten.

Eine gepoolte Auswertung von drei grossen prospektiven Longitudinalstudien umgeht dieses Manko und liefert erstmals Daten zum gesundheitlichen Langzeitverlauf von Exrauchern. Der durchschnittliche Beobachtungszeitraum betrug dabei 19,6 Jahre.

 

Mit den Jahren geht das Diabetesrisiko zurück

 

Ging der Rauchstopp mit einer Gewichtszunahme einher, stieg zwar das Risiko für einen Typ-2-Diabetes in den Jahren 2 bis 6 proportional mit den zugelegten Kilos an, schreiben die Autoren. Bei den Todesraten aufgrund eines kardiovaskulären Ereignisses blieben jedoch auch diese Studienteilnehmer kurz- und langfristig stets deutlich unter den entsprechenden Werten der Weiterraucher. Das galt auch für die Gesamtmortalität.

 

 

Hu Y et al. N Engl J Med 2018; 379: 623–632.

 

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