Freitag, 14. Dezember 2018

Fokus Medizin

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03.08.2018
Von: mcd/esb
Artikel Nummer: 26408
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Pasta auf dem Teller unterstützt die Diät

Wer eine Diät mit niedrigem glykämischem Index macht, darf ruhig zu Pasta greifen. Diese helfen sogar bei der Gewichts­abnahme.


Kohlenhydrate aus Brot, Nudeln und Co. werden in den Medien meist verteufelt und für Übergewicht mitverantwortlich gemacht. Ob Pasta tatsächlich eine Rolle spielt, fragten sich Forscher um Laura­ Chiavaroli­ vom Department of Nutritional Sciences der University of Toronto. Sie untersuchten für ihre Metaanalyse die Daten von 32 Studien mit insgesamt 2448 übergewichtigen oder adipösen Erwachsenen in Bezug auf den Pastakonsum im Zuge einer Diät mit Lebensmitteln mit niedrigem glykämischem Index (GI). Messpunkte waren u. a. BMI, Körpergewicht, -fettanteil, Taillenumfang sowie Taille-Hüft-Verhältnis.

 

Gewicht und BMI reduzieren sich

 

Im Mittel liefen die Untersuchungen über zwölf Wochen, die längsten dauerten 24 Wochen. In allen Zeiträumen reduzierte sich unter der speziellen Kost das Gewicht durchschnittlich um signifikante 0,63 kg im Vergleich zu Patienten unter Diäten mit höherem GI.

 

Klinische Relevanz ist diskutabel

 

Die Autoren geben jedoch zu bedenken, dass man über die klinische Relevanz der Gewichtsabnahme diskutieren könnte. Der Body-Mass-Index sank um 0,26 kg/m². Auf die anderen Werte hatte die Ernährungsweise keinen (relevanten) Einfluss. Die Ergebnisse waren unabhängig davon, ob die Erwachsenen übergewichtig oder adipös waren.

Die Kollegen vermuten, dass die niedrige GI-Diät mit Pasta länger sättigt und dadurch weniger gegessen wird. Weiterhin ähnelt die Ernährungsweise einer mediterranen Kost, für die diverse Vorteile bewiesen sind.

 

 

Chiavaroli L et al. BMJ 2018; 8: e019438.

 

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