Donnerstag, 15. November 2018

Fokus Medizin

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02.07.2018
Von: eno
Artikel Nummer: 26403
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Nussdiät verbessert Lipidprofil

Wer regelmässig Walnüsse isst, verbessert nicht nur seinen Lipidstatus, sondern auch die Zusammensetzung seines Mikrobioms.


Bezüglich einer optimierten Ernährung wurden bereits verschiedene Komponenten untersucht, z. B. auch Walnüsse im Rahmen einer Cross-over-Studie. Dabei erhielten knapp 200 gesunde Männer und Frauen, über 50 Jahre alt, täglich 43 Gramm Walnüsse über einen Zeitraum von acht Wochen. Als Kontrolldiät diente eine «normale» Ernährung, erklärte Professor Dr. Klaus­ Parhofer­, Medizinische Klinik und Poliklinik IV, Klinikum der Universität München. Die Lipidparameter wurden jeweils zu Beginn und am Ende jeder Diätphase bestimmt.

 

Kohlenhydrat- und Fettverzicht ohne Lipideffekt

 

Regelmässiger Walnusskonsum verbesserte das Lipidprofil: Gesamtcholesterin, Triglyzeride, LDL-Cholesterin, Non-HDL-Cholesterin und Apolipoprotein B fielen deutlich ab. Die Werte von HDL-Cholesterin und Lipoprotein a veränderten sich hingegen unter den Walnüssen nicht signifikant. Die Ergebnisse passen sehr gut zu epidemiologischen Daten, laut denen Personen, die regelmässig Nüsse essen, weniger Herz-Kreislauf-Krankheiten haben, hob Prof. Parhofer hervor.

Darüber hinaus stellten die Studienautoren die Frage, ob es relevant sei, während der Nussdiät auf bestimmte Nährstoffe zu verzichten. Für die Analyse teilten sie die Probanden drei Gruppen zu. Die erste reduzierte Kohlenhydrate, die zweite Fette und die dritte beides. Dies sollte die zusätzlichen Walnusskalorien kompensieren. Es stellte sich heraus, dass sich bei allen Teilnehmern die Lipide ähnlich veränderten. Der Lipideffekt werde offensichtlich durch die Walnüsse per se erzielt, resümierte Prof. Parhofer.

Als weiteren Aspekt der Ernährungsstudie stand das Darm­mikro­biom auf dem Prüfstand. Den Analysen zufolge veränderte der regelmässige Verzehr von Walnüssen auch die Darmflora signifikant. So kam es zu einer Verschiebung hin zu mehr probiotischen und buttersäureproduzierenden Bakterien. Insgesamt sei der Effekt als «günstig» einzustufen, weil die so geartete Darmflora weniger mit Diabetes und anderen chronischen Erkrankungen assoziiert sei, kommentierte der Kollege.

 

 

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