Samstag, 07. Dezember 2019

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Schlafapnoe 
suchen nach 
dem Herzinfarkt

Schlafapnoe - nicht auf die Patientenangaben zur Schlafqualität verlassen.

23.05.2013
Von: Dr. Carola Gessner, Foto: thinkstock
Artikel Nummer: 20816
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Schlafapnoe 
suchen nach 
einem Herzinfarkt

Nur jeder dritte Kardio-Reha-Patient atmet nachts normal. Und 33 % weisen zumindest eine mittelschwere Schlafapnoe auf. Gibt es Alarm-Hinweise?


Daten von rund 1200 Herzpatienten wurden im Reha-Sleep-Register ausgewertet. Jeder Zweite hatte ein akutes Koronarsyndrom bzw. einen Herzinfarkt überstanden, die meis­ten hatten eine Stentimplantation hinter sich. Aber auch Bypass- oder Herzklappenoperierte fanden sich im Kollektiv, wie das Team um Dr. Wolfram Kamke vom Reha-Zentrum-Spreewald, Burg, berichtete.

Herzpatienten unterschätzen häufig die Gefahr der Schlafapnoe.

In 35 % der Fälle fand sich eine leichte Schlafapnoe (5–14 Apnoe-episoden/h), in 33 % eine mittel- bis schwergradige (> 15 Episoden/h). An einer subjektiven Symptomatik ließ sich die drohende Gefahr nicht erkennen: Patienten mit und ohne Schlafapnoe unterschieden sich in ihren Angaben zur Schlafqualität nicht.


Allerdings konnte man bestimmte Risikofaktoren identifizieren: Bei Männern, Personen über 60 Jahre bzw. mit höherem BMI oder Typ-2-Diabetikern scheint vermehrte Wachsamkeit geboten.

Quelle: 79. Jahrestagung der 
Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim

 

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