Dienstag, 10. Dezember 2019

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Bechterew-Patienten, 
zum Hanteltraining!

Krafttraining wirkt sich positiv auf den Morbus Bechterew aus.

18.07.2013
Von: Dr. med. Dorothea Ranft, Foto: thinkstock
Artikel Nummer: 21088
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Bechterew-Patienten, 
zum Hanteltraining!

Auch Bechterew-Patienten dürfen ihre Muskeln mit Ball und Hanteln kräftigen. Die Krankheitsaktivität wird durch fleißiges Turnen keineswegs gesteigert, wie eine beim europäischen Rheumakongress präsentierte Studie zeigt.


Brasilianische Physiotherapeuten prüften den Nutzen eines speziellen Turnprogramms mit Sitzball und Hanteln in einer Gruppe von 60 Patienten mit ankylosierender Spondylitis. Die Hälfte der Teilnehmer sollte zweimal in der Woche acht Übungen ausführen.


Insgesamt erstreckte sich die Bewegungstherapie über einen Zeitraum von vier Monaten, alle vier Wochen wurde das Gewicht der Hanteln erhöht. Die übrigen Patienten wurden als Kontrollgruppe rein medikamentös behandelt.

Mobilitätssteigerung von Bechterew-Patienten durch Krafttraining

Das Übungsprogramm kräftigte nachweislich die Muskulatur in diversen Regionen – von der Bauchwand bis zum Trizeps. Auch die Mobilität der Bechterew-Patienten – gemessen mit dem 6-Minuten-Gehtest – nahm zu. Und die Patientenzufriedenheit – erfasst mit der Likert-Skala – sprach ebenfalls für das Sportprogramm.


Befürchtungen, das Training mit Sitzball und Hanteln könne die Krankheitsaktivität steigern, erwiesen sich in der Studie als unbegründet. Vierwöchentlich kontrollierte Aktivitätsparameter wie BASDAI*, BSG und C-reaktives Protein verschlechterten sich nicht. 


Quelle: EULAR-Kongress Madrid; *Bath Ankylosing Spondylitis Disease Activity Score

 

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