Montag, 09. Dezember 2019

Fokus Medizin

iStock/LuisPortugal

07.01.2019
Von: rft
Artikel Nummer: 26458
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Dauerschnupfen wegstechen

Ein Abstecher in die traditionelle chinesische Medizin könnte Patienten mit nichtallergischer Rhinitis helfen.


Dorothea Kretschmann, Universitätsklinik Dresden, und Kollegen rekrutierten für ihre Studie insgesamt 40 Patienten mit nichtallergischer Rhinitis. Die eine Gruppe erhielt zwölf echte Akupunkturen, die andere oberflächliche Scheinbehandlungen in unspezifischen Körperregionen.

Die subjektiven Beschwerden der Probanden wurden per Fragebogen an vier unterschiedlichen Zeitpunkten erfasst. Bei den mit Akupunktur Behandelten reduzierten sich die Werte zwischen der ersten und der zwölften Visite im Mittel um 0,89 Punkte, während sie unter der Scheintherapie konstant blieben. Unterschiede von mehr als 0,5 Punkten deuten auf eine klinisch bedeutsame Verbesserung, erklärten die Studienautoren in ihrem Posterbeitrag.

Auf das Riechvermögen der Probanden – geprüft mittels Sniffin’-Sticks-Tests – hatte die Akupunktur dagegen keinen signifikanten Einfluss. Allerdings konnte schon vor Studienbeginn rund die Hälfte der Teilnehmer normal riechen.

Echte Akupunktur kontrolliert die Symptome der nichtallergischen Rhinitis besser als ihr Placebo-Pendant, schlussfolgern die Autoren. Allerdings braucht man für einen klinisch relevanten Effekt zwölf Sitzungen. Der Therapieerfolg ist dann aber auch endoskopisch nachweisbar: Das Schleimhautbild zeigt sich verbessert.

 

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