Sonntag, 18. August 2019

Fokus Medizin

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31.07.2019
Von: abr
Artikel Nummer: 26594
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Atopie meets Schwangerschaft

Ob eine Neurodermitis bei Schwangeren zu vermehrten prä- und perinatalen Komplikationen führt, war bislang wenig untersucht. Dänische Kollegen fanden jetzt einige Antworten.


Die Forscher werteten die Daten von knapp 11 000 Neugeborenen aus, deren Mütter an einer atopischen Dermatitis litten und die zwischen 1997 und 2014 geboren worden waren. Was die Therapie anging, hatten die Frauen während der Schwangerschaft vermehrt topische Steroide und UV-Anwendungen genutzt.

Bei der Analyse möglicher Komplikationen stellte sich heraus, dass die mütterliche Neurodermitis positiv mit einem vorzeitigen Blasensprung und einer Staphylokokken-Sepsis des Neugeborenen assoziiert war. Die Odds Ratios (OR) lagen bei 1,15 bzw. 2,45. Einen Ges­tationsdiabetes hatten Frauen mit der Hautkrankheit deutlich seltener entwickelt als diejenigen ohne (OR 0,79). Keine Zusammenhänge fanden sich in Bezug auf Präeklampsie, Frühgeburtlichkeit oder nicht durch Staphylokokken bedingte Septikämien.

 

Hamann CR et al. J Eur Acad Dermatol Venereol 2019; 33: 577–587.

 

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