Selecta


 
Mittwoch, 23.05.2012     Medical Tribune Group





Ergebnisse der BEAUTIFUL-Studie präsentiert

Schön runter mit der Herzfrequenz bei Koronarkranken

Für stabile Koronarpatienten gilt: Hohe Ruheherzfrequenz bedeutet hohes kardiovaskuläres Risiko. Ivabradin senkt die Ruhefrequenz und damit das Risiko, wie die kürzlich im Rahmen des Jahreskongresses 2008 der European Society of Cardiology in München vorgestellten Ergebnisse der BEAUTIFUL-Studie zeigen.

Die Studie mit 10917 Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit (KHK) und linksventrikulärer Dysfunktion (LVD) ermittelte als „Cut-off-Point“ für die Herzfrequenz in Ruhe 70 Schläge pro Minute. Bei Werten darüber stieg das kardiovaskuläre Risiko massiv an, und zwar für kardiovaskulär bedingten Tod um 34%, für Myokardinfarkt um 46%, für Herzinsuffizienz um 56% und für koronare Revaskularisierung um 38%. Als Studienleiter präsentierte Professor Dr. Kim Fox, London, die BEAUTIFUL1-Studie. Im Gesamtkollektiv (n=10917) bewirkte Ivabradin*, der erste selektive Hemmer des „Schrittmacherstroms“ If im Sinusknoten, zwar keine signifikante Reduktion des primären kombinierten Endpunkts (kardiovaskulärer Tod, Klinikaufnahme wegen akuten Myokardinfarkts und wegen Herzinsuffizienz). Allerdings reduzierte der Wirkstoff bei den Patienten mit einer Ruhefrequenz von 70 oder mehr Schlägen pro Minute das Risiko einer Klinikeinweisung wegen Herzinfarkts um 36% (p=0,001) und das Risiko einer koronaren Revaskularisation um 30?% (p=0,016). Koronare Ereignisse weiter reduziert Der Grossteil der in die Studie eingeschlossenen Patienten erhielt bereits eine optimale Therapie mit Plättchenhemmern (94?%), ACE-Hemmern/Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (91%), Betablockern (87%) und Lipidsenkern (76%). „Ivabradin ist die erste antianginöse Substanz, die eine Reduktion von Myokardinfarkt und Revaskularisierung bei stabilen Koronarpatienten gezeigt hat“, kommentierte Prof. Fox die Bedeutung der Ergebnisse. BEAUTIFUL konnte ausserdem bestätigen, dass der If-Kanal-Blocker sicher und gut veträglich ist und zusammen mit den üblichen kardiovaskulären Medikamenten verschrieben werden kann. Günstige Effekte auf Endothelfunktion Die in dieser Studie beobachteten Effekte von Ivabradin können durch dessen bereits belegte Eigenschaft, das Risiko von Myokardischämien bei Patienten mit stabiler Angina pectoris zu verringern, erklärt werden.2 Neue Forschungsergebnisse haben ausserdem gezeigt, dass der Wirkstoff die Endothelfunktion verbessert3 und das Fortschreiten von Atherosklerose verhindert.
kw

1 morBidity-mortality EvAlUaTion of the IF inhibitor ivabradine in patients with CAD and left ventricULar dysfunction 2 Tardif JC et al., Eur Heart J 2005; 26: 2529–2536 3 Custodis F et al., Circulation 2008; 117: 2377–2387


 
[ Home ] [ Sitemap ]
 
hosted by bit-heads GmbH