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Mittwoch, 23.05.2012     Medical Tribune Group





Nichtraucher werden mit Vareniclin

Abstinenzrate dreifach erhöht

Wer zum Nichtraucher werden will, hat in aller Regel nur Erfolg, wenn er dabei medikamentös und verhaltenstherapeutisch unterstützt wird. So bewirkt die zwölfwöchige Einnahme von Vareniclin eine rund dreifach höhere Abstinenzrate als Plazebo.

Rauchen ist nicht nur eine gesicherte Ursache der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) und des Bronchialkarzinoms, sondern fördert auch die Entwicklung einer Herzinsuffizienz. Treffen Rauchen, Hypertonie und Hypercholesterinämie zusammen, erhöht sich das Risiko einer koronaren Herzkrankheit um den Faktor 16.
Gesichert ist aber auch, dass das Risiko von Myokardinfarkt und Apoplex signifikant sinkt, wenn der Raucher abstinent wird, sagte Professor Dr. Guiseppe Mancia vom San-Gerardo-Hospital in Mailand auf einem Satellitensymposium des Unternehmens Pfizer im Rahmen des Jahreskongresses 2008 der European Society of Cardiology. Professor Dr. Stephen I. Rennard vom Nebraska Medical Center in Omaha bezeichnete das Rauchen als „in der Tat chronische Krankheit“. Und dagegen gebe es mit Vareniclin eine erfolgversprechende Option.

Bewährte duale Wirkung
Das duale Wirkprinzip am Nikotinrezeptor verringert die Entzugssymptome und gleichzeitig das Nikotin-Craving. Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden in vier klinischen, kontrollierten Phase-III-Studien an mehr als 5000 Rauchern getestet. Laut einer Cochrane-Analyse fällt die Abstinenzrate langfristig etwa dreimal höher aus als unter Plazebo. Leichte bis mässige Übelkeit tritt meist nur zu Therapiebeginn auf. kbf


 
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