Mittwoch, 29. März 2017

Fokus Medizin

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13.03.2017
Artikel Nummer: 26155
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Roche gehört weltweit zur Spitze

Healthcare und Life Sciences


BASEL – Roche gehört zu den weltweit führenden forschenden Health­care-Unternehmen und stützt sich auf zwei starke Kerngeschäfte: Pharma und Diagnostics. Die Roche-Gruppe mit Hauptsitz in Basel ist in über 100 Ländern tätig und beschäftigte 2016 weltweit über 94 000 Mitarbeitende. Roche ist das grösste Biotech-Unternehmen der Welt mit differenzierten Medikamenten für die Onkologie, Immunologie, Infektionskrankheiten, Augenheilkunde und Erkrankungen des Zentralnervensystems. 


Roche beschäftigt rund 14 000 Mitarbeitende in der Schweiz. Damit gehört die Schweiz – neben den USA und Deutschland – zu den drei grössten Roche-Standorten weltweit. In der Schweiz ist Roche an fünf Standorten vertreten. In Basel und Kaiseraugst befindet sich mit 11 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus 90 Ländern die F. Hoffmann-La Roche AG. Hier sind nicht nur die Konzernleitung angesiedelt, sondern auch sämtliche globale Funktionen. Basel ist weltweiter Hauptsitz der Divisionen Pharma und Diagnostics, ausserdem befinden sich hier wichtige globale Zentren für die Erforschung und Entwicklung neuartiger medizinischer Lösungen weltweit. Der Betrieb in Kaiseraugst ist zentraler Eckpfeiler im weltweiten Produktions- und Logistiknetzwerk sowie Kompetenzzentrum für die Sterilproduktion. Die Roche Pharma (Schweiz) AG in Reinach ist für Marketing & Vertrieb, Medical Affairs sowie Registrierung und Qualitätssicherung der Medikamente von Roche in der Schweiz zuständig. In Reinach arbeiten rund 150 Mitarbeitende aus über acht Nationen. Aufgabe des mit rund 130 Mitarbeitenden in Schlieren ansässigen Roche Innovation Center Zürich ist es, sich unter den führenden Unternehmen für die Entwicklung neuer Generationen von therapeutischen Antikörpern mit erhöhter Wirksamkeit bei klinischen Zustandsbildern mit medizinischem Bedarf zu platzieren. Die rund 140 Mitarbeitenden der Roche Diagnostics (Schweiz) AG und 30 Mitarbeitenden von Roche Diabetes Care (Schweiz) AG in Rotkreuz bieten ihren Kunden, den Spitälern, Universitäten, Forschungs- und Privatlaboratorien, Arztpraxen und Patienten erstklassige Produkte, Dienstleistungen und Informationen an. Daneben ist Rotkreuz der Sitz der Roche Diagnostics International AG, die mit rund 2300 Mitarbeitenden alle zentralen Bereiche des Diagnostics-Geschäfts umfasst. Damit ist Rotkreuz einer der bedeutendsten Standorte der Division Diagnostics von Roche; hier werden Forschung, Entwicklung und Produktion betrieben. 

Dank der Kombination von Pharma und Diagnostika unter einem Dach ist Roche führend in der personalisierten Medizin – einer Strategie mit dem Ziel, jedem Patienten die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen. Die strategische Kooperation mit der auf Genomic Profiling spezialisierten Firma Foundation Medicine erweitert das Spektrum im molekular-diagnostischen Bereich. Die Kenntnis über die genetischen Veränderungen in den Tumoren erhöht die Chance, den Krebs mit noch zielgerichteteren Therapien behandeln zu können.

Auf der Liste der unentbehrlichen Medikamente der WHO, darunter lebensrettende Antibiotika, Malariamittel und Krebsmedikamente, stehen heute 29 von Roche entwickelte Medikamente. 

Ausgezeichnet wurde Roche zudem bereits das achte Jahr in Folge als das nachhaltigste Unternehmen innerhalb der Pharma-, Biotechnologie- und Life-Sciences-Branche im Dow Jones Sustainability Index. Im Bereich Life Sciences ist Roche weltweit einer der grössten Investoren in Forschung und Entwicklung. Allein in der Schweiz hat Roche im letzten Jahr rund 2,4 Milliarden CHF ausgegeben. 

Etwa ein Viertel des weltweiten Forschungs- und Entwicklungsaufwands von Roche fällt in der Schweiz an. So hat Roche seit 2000 allein in der Schweiz über 100 klinische Medikamentenstudien mit weit über 2000 Patienten durchgeführt. Weltweit hat Roche im vergangenen Jahr 9,9 Milliarden CHF in Forschung und Entwicklung investiert. Über 22 000 Mitarbeitende aus aller Welt arbeiten an der Entwicklung medizinischer Innovationen. Derzeit nehmen weltweit über 300 000 Patienten an über 2200 klinischen Studien teil. Hauptwachstumsträger für den Konzern sind die onkologischen Präparate und der Bereich Immunologie. Ein weiterer Wachstumsträger ist die Immundiagnostik. 

Ein Hauptziel von Roche ist es, Innovationen weltweit zugänglich zu machen, sodass jeder Patient, der ein Produkt benötigt, davon profitieren kann. Der Zugang zur Gesundheitsversorgung ist eine globale Herausforderung. Daher existieren weltweit zahlreiche Projekte, in denen gemeinsam mit Interessengruppen vor Ort Lösungen entwickelt werden, die zu nachhaltigen Verbesserungen der Gesundheit und der Gesundheitsversorgung führen.


 

 



Genomic Profiling für eine bessere personalisierte Medizin

BASEL – Das 2010 gegründete Unternehmen Foundation Medicine Inc. (FMI) hat seinen Firmensitz in Cambridge (Massachusetts, USA) und ist führend auf dem Gebiet des Comprehensive Genomic Profilings (CGP). Roche hat Anfang 2015 eine strategische Zusammenarbeit mit FMI vereinbart und die Mehrheitsbeteiligung erworben.

 

Das Ziel dieser Kooperation ist es, das molekularbiologische Wissen zu nutzen, um die personalisierte Medizin weiterzuentwickeln. Die Partnerschaft ist eine Investition in die Zukunft der Krebsforschung und führt die Expertise beider Unternehmen auf dem Gebiet der Onkologie zusammen: Innovative Diagnostik und Medikamente und molekulare Information. Die strategische Zusammenarbeit umfasst Patientenversorgung wie auch Forschung: Die bei FMI erstellten molekularen Tumorprofile sollen einerseits Onkologen und Pathologen helfen, die Behandlungsoptionen für ihre Patienten zu optimieren. Andererseits sollen Erkenntnisse aus der molekularen Information in die Forschung und die klinischen Studien von Roche einfliessen. 

Foundation Medicine hat in den USA etwa 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und arbeitet dort mit den grössten onkologischen Zentren zusammen. Das Angebot von FMI umfasst die Erstellung von molekularen Tumorprofilen sowohl für solide als auch hämatologische Tumoren. Gemeinsam sorgen Roche und FMI dafür, dass das hochstandardisierte Testverfahren Patienten mit Krebs weltweit zugänglich gemacht wird. Ein neuer Liquid-Biopsy-Test wird seit 2016 in den USA angeboten.

In den vergangenen fünf Jahren hat Foundation Medicine über 100 000 molekulare Tumorprofile erstellt. Was das Verfahren auszeichnet: der hohe Grad an Qualitätskontrolle und Standardisierung, eine spezielle Form von Next Generation Sequencing (Hybrid Capture) und ein über Jahre optimiertes Bioinformatik-System, welches die Sequenzierdaten interpretiert. Ziel ist es, in umfassender Art alle relevanten krebsassoziierten Mutationen eines Tumors zu identifizieren und damit die Grundlage für eine möglichst personalisierte Behandlung zu liefern. In vielen Fällen wird der Test auch erfolgreich eingesetzt bei Patienten, die sonst keine Behandlungsoptionen mehr hätten. Dank des Tests können für diese Patienten neue Behandlungsoptionen identifiziert werden, wie beispielsweise die Teilnahme an klinischen Studien.

Der Onkologe entscheidet gemeinsam mit dem Patienten über den Einsatz des molekularen Tumorprofilings. Gibt es eine medizinische Indikation, kann die Probe für eine umfassende Analyse zu FMI nach Cambridge geschickt werden. Um den Zugang zum Test zu verbessern, hat sich Roche entschieden, im Rahmen einer akademischen Partnerschaft mit dem UniversitätsSpital Zürich (USZ) ein Schweizer Labor aufzubauen, sodass Proben von Schweizer Patienten zukünftig dort analysiert werden können. Das Labor soll noch in diesem Jahr eröffnet werden. Der Einsender erhält ca. drei Wochen nach Einsendung der Probe die Auswertung und einen umfangreichen individualisierten Report, basierend auf einer Bioinformatik-Analyse, in die alle aktuellen Forschungsdaten einfliessen. Dieser Bericht beschreibt, welche Mutationen gefunden wurden und welche gezielten Therapieoptionen mit welchem Evidenz-Level für die weitere Behandlung infrage kommen. Die Evidenz wird anhand der zugehörigen Referenzen aus der Peer-Reviewed-Literatur der klinischen Studien aufgezeigt. 

Momentan liegen die Kosten für den Test bei ca. 4500 CHF, eine Vergütung in der Schweiz durch die Krankenkassen wird angestrebt. 

 

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Impressum | Idee und Konzeption: INTER MEDICAL, Grosspeterstrasse 23, Postfach, 4002 Basel · Information: Roche Pharma (Schweiz) AG · Projektleitung: Winfried Powollik · Lektorat: Dr. phil. Regine Schricker · Layout: Michael Köb · Produktion: Dominique Hirter

© Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages · MT-Onkologie 01-02/2017

 

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