Medical Tribune AG



Montag, 21.05.2012     Medical Tribune Group





Die Qual der Wahl

Wer sollte A-II-Antagonisten firstline bekommen?

DAVOS - Sartane zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie über das gesamte Wirkspektrum ausgezeichnet verträglich sind. Im Rahmen des Cardiology Update 2009 fasste Professor Dr. François Mach die Empfehlungen von ESC/ESH zum Einsatz von Sartanen zusammen.


"Die Nebenwirkungen sind der Schlüssel zur Compliance und der Erfolg für die Therapie," zitierte Prof. Mach ein wesentliches Statement aus den gemeinsamen Guidelines der European Society of Cardiology (ESC) und der European Society of Hypertension (ESH).

Bei der Wahl einer antihypertensiven Therapie entscheidet der Arzt aber nach weiteren Faktoren, wie Kosten, dem Risikoprofil und dem Vorhandensein von Organschäden. Die Entscheidungsfindung kann durch einen Blick auf die europäischen Richtlinien deutlich leichter gemacht werden. Typ-2-Diabetiker mit hohem Blutdruck sollten als Mittel der ersten Wahl einen Hemmer des Renin- Angiotensinsystems (RAS) bekommen.

Liegt bei Diabetes Typ 1 oder Typ 2 bereits eine Mikroalbuminurie vor, sollte in jedem Fall ein RAS-Blocker verordnet werden, unabhängig von den BD-Werten. Hypertoniker mit einer renalen Dysfunktion sollten einen Angiotensin- II-Antagonisten erhalten. Die Sartane verlangsamen die Progression der renalen Schädigung sowohl bei Diabetikern als auch bei Nicht- Diabetikern. Hypertoniker, die 70 Jahre oder älter sind, profitieren von Sartanen, weil diese das Schlaganfallrisiko wirksamer reduzieren als andere Antihypertensiva.

Bei Hypertonikern mit einer linksventrikulären Hypertrophie (LVH) induzieren Sartane wirksamer eine LVH-Regression und verhindern effektiver einen Schlaganfall als Beta-Blocker oder andere Antihypertensiva. Prof. Mach wies darauf hin, dass die randomisierten kontrollierten Studien gezeigt haben, dass Sartane bei Patienten mit kardiovaskulärem Risiko hinsichtlich der Prävention von Herzinfarkt, kardiovaskulärer Mortalität und Gesamtmortalität den ACE-Hemmern gleichwertig sind.

Die Studien unterstützen auch die Hypothese, dass Sartane eine spezifische Wirkung beim Schutz vor Schlaganfall haben. Die Guidelines tragen neben der Blutdrucksenkung der zerebrovaskulären Prävention Rechnung. Der Einsatz von Angiotensin- II-Antagonisten sollte favorisiert werden, wenn der Schutz vor Schlaganfall im Vordergrund steht. Pow





 
[ Home ] [ Sitemap ]
 
hosted by bit-heads GmbH