Die Qual der Wahl
Wer sollte A-II-Antagonisten firstline bekommen?
DAVOS - Sartane zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie über
das gesamte Wirkspektrum ausgezeichnet verträglich sind. Im Rahmen des
Cardiology Update 2009 fasste Professor Dr. François Mach die Empfehlungen von
ESC/ESH zum Einsatz von Sartanen zusammen.
"Die Nebenwirkungen sind der Schlüssel zur Compliance und der Erfolg
für die Therapie," zitierte Prof. Mach ein wesentliches Statement
aus den gemeinsamen Guidelines der European Society of Cardiology (ESC) und
der European Society of Hypertension (ESH).
Bei der Wahl einer antihypertensiven
Therapie entscheidet der Arzt aber nach weiteren Faktoren, wie Kosten, dem Risikoprofil
und dem Vorhandensein von Organschäden. Die Entscheidungsfindung kann durch
einen Blick auf die europäischen Richtlinien deutlich leichter gemacht
werden. Typ-2-Diabetiker mit hohem Blutdruck sollten als Mittel der ersten Wahl
einen Hemmer des Renin- Angiotensinsystems (RAS) bekommen.
Liegt bei Diabetes
Typ 1 oder Typ 2 bereits eine Mikroalbuminurie vor, sollte in jedem Fall ein
RAS-Blocker verordnet werden, unabhängig von den BD-Werten.
Hypertoniker mit einer renalen Dysfunktion sollten einen Angiotensin- II-Antagonisten
erhalten. Die Sartane verlangsamen die Progression der renalen Schädigung
sowohl bei Diabetikern als auch bei Nicht- Diabetikern. Hypertoniker, die 70
Jahre oder älter sind, profitieren
von Sartanen, weil diese das Schlaganfallrisiko wirksamer reduzieren als andere
Antihypertensiva.
Bei Hypertonikern mit einer linksventrikulären Hypertrophie
(LVH) induzieren Sartane wirksamer eine LVH-Regression und verhindern effektiver
einen Schlaganfall als Beta-Blocker oder andere Antihypertensiva. Prof. Mach
wies darauf hin, dass die randomisierten kontrollierten Studien gezeigt haben,
dass Sartane bei Patienten mit kardiovaskulärem Risiko hinsichtlich der
Prävention von Herzinfarkt, kardiovaskulärer Mortalität und Gesamtmortalität
den ACE-Hemmern gleichwertig sind.
Die Studien unterstützen auch die Hypothese,
dass Sartane eine spezifische Wirkung beim Schutz vor Schlaganfall haben. Die
Guidelines tragen neben der Blutdrucksenkung der zerebrovaskulären Prävention
Rechnung. Der Einsatz von Angiotensin- II-Antagonisten sollte favorisiert werden,
wenn der Schutz vor Schlaganfall im Vordergrund steht. Pow
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