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Rauchen
–Immigranten verkennen die Gefahr
GENF
– Während die meisten Schweizer um die Gefährlichkeit des
Rauchens wissen, auch wenn es nicht immer ihr Handeln beeinflusst,
besteht bei Immigranten ein grosses Informationsdefizit. Dies
zeigte Dr. R. Bodenmann, von der Policlinique Médicale Universitaire
(PMU) anhand einer Studie.
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Während vier Monate wurden 214 erwachsene Raucher nach ihren Rauchgewohnheiten
und ihren Informationsstand über das Rauchen befragt. Ein Drittel
der Immigranten kannte die Gefahren des Rauchens nicht im geringsten,
vor allem Immigranten aus Osteuropa und Afrika hatten die schlechtesten
Kenntnisse, erschwerend wirkte sich eine schlechte Kenntnis der
Landessprache aus. Frauen wussten etwas besser Bescheid, möglicherweise
spielt hier die Beratung beim Gynäkologen eine Rolle.
(©
Medical Tribune-Online Schweiz, be)
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Nach
Ecstasy-Party – Leberversagen
GENF
– Ecstasy-Konsum ist bei jungen Erwachsenen die zweithäiufigste
Ursache des akuten Lebenversagen und kann sogar eine Lebertransplantation
machen. Aerzte müssen deshalb über dieses Krankheitsbild Bescheid
wissen. Auch bei Jugendlichen solle dieser Aspekt in die Präventionsbemühungen
einfliessen.
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Die
Symptome setzen meist abrupt ein, typisch ist ein ausgeprägter Ikterus
und eine Neigung zu Hypoglykämien. Im Labor findet sich ein tiefer
Quickwert. Dr. Pablo Muñoz, Medizinische Klinik am Kantonsspital
Olten präsentierte den Fall eines 17jährigen Jugendlichen mit einer
akuten Hepatitis. Eine virale Ursache, ebenso eine Autoimmunkrankheit,
Hämochromatose, M. Wilson und alpha-1-Antitrypsin-Mangel konnten
ausgeschlossen werden. In der Anamnese berichtete der Patient, dass
er gelegentlich an Partys Ecstasy konsumierte, andere Drogen nahm
er nicht, auch keine Medikamente. Histologisch fanden sich sich
Lebernekrosen und einer Riesenzellhepatitis. Der junge Patient hatte
schliesslich Glück und die Leber erholte sich. Doch der Ikterus
bildete sich erst innerhalb 14 Wochen zurück, die Leberwerte normalisierten
sich innert 16 Wochen.
(©
Medical Tribune-Online Schweiz, be)
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Hypertone
Diabetiker - Proteinurie als Marker für Gefässschaden
GENF
– Ein hoher Prozentsatz der Typ2-Diabetiker haben zusätzliche
eine Hypertonie. Diese sind ganz besonders gefährdet, eine
kardiovaskuläre Komplikation zu erleiden. „Will man ihnen
Lebensjahre retten, müssen wir die Risikopatienten rechtzeitig
erfassen und sie einer effizienten Therapie zuzuführen“. Dies
führte PD Dr. Bernhard Hess, Chefarzt der Medizinischen Klinik
des Spitals Wädenswil, am Satellitensymposium „ Diabetes:
Ein Fass ohne Boden“ der Firma Merck Sharp & Dohme-Chibret
AG am Internistenkongress.
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Ein
prognostisch wichtiger Risikofaktor für die kardiovaskuläre Gefährdung
des Patienten ist Mikroalbuminurie. Anders als beim Typ 1 Diabetiker
ist es nicht nur ein Zeichen für die Nephropathie, sondern ein Marker
für den Zustand des gesamten Gefässsystems. Die
Mikroalbuminurie lässt sich mit den konventionellen Urinsticks nicht erfassen.
Als Screening ist auch eine Bestimmung der Albuminkonzentration
im Urin ungeeignet, da sich je nach Konzentration des Urins unterschiedliche
Werte ergeben. Besser mit der Gesamtausscheidung über 24-Stunden
korrliert der Quotient Albumin/Kreatinin im Urin.
Bisher
galt primär die Senkung des Blutdrucks als ausschlaggebend, unabhängig
von der Substanz, mit der das Resultat erreicht wird. Doch in der
Untergruppe der Mikrohope-Studie mit 3500 Diabetikern konnte gezeigt
werden, dass bei gleichem Blutdruck die Gruppe mit dem ACE-Hemmer
Ramipril Vorteile im primären kombinierten Endpunkt (Myokardinfarkt,
Stroke, kardiovaskulärer Tod) und die Gesamtmortalität konnte um
24 % gesenkt werden.
Vor
wenigen Wochen wurde nun die LIIFE-Studie publiziert. Mit dem Angiotensin-2-Blocker
Losartan konnte in der Untergruppe von 1200 Diabetikern im Vergleich
zum Betablocker Atenolol bei gleichen Blutdruckwerten eine zusätzliche
Reduktion der Gesamtmortalität um 39 Prozent erreicht werden. Der
Effekt ist wohl auf die Blockierung der Angiotensin-II-effekte zurückzuführen.
Heute
gilt bei Typ2-Diabetikern ein Angiotensin2Rezeptorblocker. Bei vielen,
vor allem bei älteren Patienten kann damit keine ausreichende Blutdrucksenkung
erreicht werden, so dass mit einem Thiaziddiuretikum kombiniert
werden soll, Bei einer ausgeprägten Niereninsuffizienz ist das Diuretikum
nicht wirksam. Man sollte auch einen übermässigen Salzkonsum des
Patienten im Auge behalten, denn dieser kann die Wirkung dieser
Medikamente herabsetzen. Wenn die Proteinurie über 500 mg pro sollte
auf jeden Fall ein Nicht-Dihydropyridin gegeben werden. Bei einer
Proteinurie über 1 g, sollte der Zielblutdruck tiefer als 125/75
mm Hg sein.
Falls
noch ein Medikament gebraucht wird, wählt man bei Tachykardie ein
Betablocker oder Alpha/Betaclocker, bei Tachykardie ev. Ein Nicht
- Dihydropyridin als Kombination.
(©
Medical Tribune-Online Schweiz, be)
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