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Audio
mit RealMedia: Vortrag von Dr. Smith (10:49 Minuten)
Chronische Hepatitis
C
Amantadin:
Alternative für Interferon-Nonresponder?
SAN FRANCISCO – Längst nicht alle
Patienten mit Hepatitis C sprechen auf eine Behandlung mit Interferon
an und nicht alle dürfen Interferon erhalten. Für diese könnte
die orale Therapie mit Amantadin eine Alternative darstellen, so Dr. Jill
Smith, Hershey, Pennsylvania, an der Digestive Disease Week.
Dr. Jill Smith |
Die Therapie mit Interferon ist kostenintensiv,
kann erhebliche Nebenwirkungen mit sich bringen und ist zum Beipiel
für Kinder von der FDA gar nicht zugelassen, erklärte
Dr. Smith die Überlegungen, die zu ihrer Studie geführt
hatten.
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152 Patienten, darunter 7 Kinder, erhielten
doppelblind und plazebokontrolliert entweder zweimal sechs Monate lang
täglich 100 mg Amantadin oder Plazebo. Danach wurden alle Patienten
über weitere sechs Monate mit Amantadin behandelt. Im Vergleich zu
Plazebo sprachen 27 % (12 Monate) und 22 % (6 Monate) der Patienten
auf die Behandlung mit Amantadin an, ihre Leberwerte normalisierten sich
und die HCV-RNA war nicht mehr nachweisbar. Eine
anhaltende Viruselimination 6 Monate nach Therapieende konnte insgesamt
bei 15,6 % der Patienten verzeichnet werden (19,4 % bei Therapie
über 12 Monate und 12, % bei 6 Monaten).
Damit hat sich in den Augen der Expertin
Amantadin als kostengünstige, sichere und effektive Alternative für
diejenigen Patienten erwiesen, die entweder für eine Therapie mit
Interferon nicht in Frage kommen oder darauf nicht angesprochen haben.
Faktoren für erhöhte Ansprechwahrscheinlichkeit
Ein Ansprechen auf Amantadin war wahrscheinlicher,
wenn folgende Charakteristika vorlagen:
- Weibliches Geschlecht
- Niedrigere Viruslast
- Alter über 50 Jahre
- Schwerer histologischer Leberbefund
- Genotyp 1-Infektion
In einer weiteren Studie, die hier als Poster
präsentiert wurde, beschäftigte sich Dr. Smith mit der Frage
der richtigen Dosierung von Amantadin. Dafür kamen Dosierungen bis
hin zu 500 mg täglich bei insgesamt 100 Patienten zur Anwendung.
Als wahrscheinlich günstigste Dosierung erwiesen sich die 300 mg
täglich, jenseits davon überstieg die Toxizität den Zugewinn
an Wirksamkeit. Weitere Studien müssen diese Ergebnisse noch belegen.
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