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Nonresponder nach Hepatitis-C-Therapie
Neue Optionen durch pegylierte Interferone?
SAN FRANCISCO – Die pegylierten Interferone
haben sich in der Behandlung der Hepatitis C bei therapienaiven Patienten
als vielversprechend erwiesen. Wie aber sieht es mit den Patienten aus,
die auf eine Monotherapie mit Interferon - allein oder in Kombination
- nicht ansprachen oder nach einer Kombinationstherapie einen Rückfall
erlitten?
Um die Patienten, die sich bereits erfolglos
einer antiviralen Therapie mit Standardinterferon oder in Kombination
mit Ribavirin unterzogen haben, ging es in einer aktuellen Untersuchung,
deren vorläufige Ergebnisse Professor Dr. Ira M. Jacobson,
Cornell Hospital, New York, an der Digestive Disease Week vorstellte.
Bei eben jener Patientengruppe wurde die Kombination aus pegyliertem Interferon
alpha-2b und Ribavirin in verschiedenen Dosierungen getestet. Von insgesamt
330 an verschiedenen Zentren involvierten Patienten liegen bislang allerdings
nur vorläufige Daten vor, die Prof. Jacobson nun präsentierte.
Die Patienten der ersten Gruppe erhielten
PegInterferon alpha-2b in der Dosis von 1.0 µg/kg + Ribavirin 1000/1200
mg/Tag (n=160), die der zweiten PegIFN a-2b 1.5 µg/kg + Ribavirin 800
mg/Tag (n=161). In beiden Gruppen hatten 87 % der Patienten eine
Genotyp-1-Infektion, die Patienten waren überwiegend männlich
und im Mittel 49 Jahre alt. Unter der Kombination mit dem pegylierten
Interferon war nach 24 wöchigem Follow up in beiden Gruppen die PCR
bei 10 % der Patienten negativ, also keine Virus-RNS mehr nachweisbar.
Allerdings konnten nur für 49 Patienten aus Gruppe 1 und für
35 aus der zweiten Gruppe 72-Wochen-Werte evaluiert werden.
Nach 48 Wochen waren 20 % der Patienten
aus der Gruppe PCR-negativ, im Vergleich zu 10 % der Gruppe 1. Hier
ist ein Trend zugunsten der höheren PegInterferon-Dosis zu erkennen,
nach der 24. Behandlungswoche lag in dieser Gruppe die Ansprechrate bei
29 %.
Vielversprechend für Relapser und
Monotherapie-Nonresponder
Die vorläufigen Ergebnisse zeigen insbesondere
bei den Patienten, bei denen die Infektion nach einer Kombinationstherapie
wieder aufflammt, den sogenannten Relapsern, eine hohe Ansprechrate: 43 %
in Gruppe 1 und 60 % in Gruppe 2 (Woche 72) erreichten eine Elimination
des Virus. Unter den Non-Respondern nach Monotherapie konnte ein Ansprechen
bei mindestens 50 % der Patienten erzielt werden.
Aufgrund der bisher vorliegenden Ergebnisse
vermutet Prof. Jacobson, dass für einige dieser Patienten eine länger
als 12 Monate dauernde Therapie erforderlich sein könnte. Deutlich
wurde auch hier, dass eine gute Compliance die Ansprechraten verbessern
konnte. Zur generellen Beurteilung der Daten aber müssen auch die
endgültigen Ergebnisse der Auswertung abgewartet werden, betonte
Prof. Jacobson.
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