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mit RealMedia: Interview mit Prof. Ferenci (06:06 Minuten)
TRIPEG-Studie aus Österreich
24
Stunden-Virusantwort für individualisierte Therapie mit Dreifachkombination
SAN FRANCISCO – Bereits nach nur einer Testgabe
von Interferon ist es möglich, das Ansprechen auf eine Therapie mit
pegyliertem Interferon vorherzusagen, wie die Oesterreicher bereits letztes
Jahr im Lancet berichteten. Diesen Effekt nutzte die Arbeitsgruppe nun im
Rahmen einer Studie zur Dreifachkombination mit Peginterferon alpha-2a,
Ribavirin und Amantadin, deren vorläufige Ergebnisse Professor Dr.
Peter Ferenci, AKH Wien, an der Digestive Disease Week vorstellte.
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Professor
Dr. Peter Ferenci
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In ihrer Studie verglichen sie die 24
Stunden-Virusantwort mit den Werten, die nach Woche 12 ermittelt wurden.
Die 12 Wochen-Marke gilt derzeit als der Zeitpunkt, an dem eine Aussage
über das mögliche Ansprechen oder Nicht-Ansprechen valide
beurteilt werden kann - mit entsprechenden Auswirkungen auf Fortführen
oder Stop der Therapie.
Derzeit sind in der österreichischen
Studie 116 der geplanten 220 Patienten randomisiert und 65 davon wurden
mehr als 12 Wochen behandelt. Alle haben eine HCV-Infektion des Genotyp
1. Sie erhielten pegyliertes Interferon alpha-2a (180 mcg), Ribavirin
(1000 bis 1200 mg/Tag) und zusätzlich entweder Amantadin oder
Plazebo.
Die 24 Stunden-Virusantwort erwies sich
hier als ein guter Prädiktor für das 12 Wochen-Ergebnis.
Selbst Patienten, denen ein schlechtes Ansprechen auf die Behandlung
mit Standardinterferon/Ribavirin vorhergesagt war, können, so
Prof. Ferenci, auf die Kombination mit dem pegylierten Interferon
noch ansprechen. So könnte hierdurch möglicherweise eine
Interferonresistenz bei Patienten mit Genotyp-1 Infektion überwunden
werden.
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Auswirkungen von Amantadin noch offen
Was die zusätzliche Gabe von Amantadin
bei diesen Patienten bewirken kann, muss abgewartet werden, da die Daten
bisher noch nicht entblindet wurden. Ob es für das gute Ansprechen
bei vielen vermuteten Nonrespondern verantwortlich ist, muss die weitere
Auswertung noch zeigen.
Das Ergebnis des Interferontestes könnte in der Praxis als Hinweis
für die Entscheidung zur zusätzlichen Gabe von Amantadin dienen,
wie Prof. Ferenci gegenüber Medical Tribune erläuterte.
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