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Montag, 21.05.2012     Medical Tribune Group





Das Hepatitis-C-Special

 

 

Auslese von der Digestive Disease Week 2002:
Hepatitis-C-Berichte aus San Francisco

Audio mit RealMedia: Interview mit Prof. Ferenci (06:06 Minuten)


TRIPEG-Studie aus Österreich
24 Stunden-Virusantwort für individualisierte Therapie mit Dreifachkombination

SAN FRANCISCO – Bereits nach nur einer Testgabe von Interferon ist es möglich, das Ansprechen auf eine Therapie mit pegyliertem Interferon vorherzusagen, wie die Oesterreicher bereits letztes Jahr im Lancet berichteten. Diesen Effekt nutzte die Arbeitsgruppe nun im Rahmen einer Studie zur Dreifachkombination mit Peginterferon alpha-2a, Ribavirin und Amantadin, deren vorläufige Ergebnisse Professor Dr. Peter Ferenci, AKH Wien, an der Digestive Disease Week vorstellte.

Professor Ferenci
Professor
Dr. Peter Ferenci

In ihrer Studie verglichen sie die 24 Stunden-Virusantwort mit den Werten, die nach Woche 12 ermittelt wurden. Die 12 Wochen-Marke gilt derzeit als der Zeitpunkt, an dem eine Aussage über das mögliche Ansprechen oder Nicht-Ansprechen valide beurteilt werden kann - mit entsprechenden Auswirkungen auf Fortführen oder Stop der Therapie.

Derzeit sind in der österreichischen Studie 116 der geplanten 220 Patienten randomisiert und 65 davon wurden mehr als 12 Wochen behandelt. Alle haben eine HCV-Infektion des Genotyp 1. Sie erhielten pegyliertes Interferon alpha-2a (180 mcg), Ribavirin (1000 bis 1200 mg/Tag) und zusätzlich entweder Amantadin oder Plazebo.

Die 24 Stunden-Virusantwort erwies sich hier als ein guter Prädiktor für das 12 Wochen-Ergebnis. Selbst Patienten, denen ein schlechtes Ansprechen auf die Behandlung mit Standardinterferon/Ribavirin vorhergesagt war, können, so Prof. Ferenci, auf die Kombination mit dem pegylierten Interferon noch ansprechen. So könnte hierdurch möglicherweise eine Interferonresistenz bei Patienten mit Genotyp-1 Infektion überwunden werden.

Auswirkungen von Amantadin noch offen

Was die zusätzliche Gabe von Amantadin bei diesen Patienten bewirken kann, muss abgewartet werden, da die Daten bisher noch nicht entblindet wurden. Ob es für das gute Ansprechen bei vielen vermuteten Nonrespondern verantwortlich ist, muss die weitere Auswertung noch zeigen.
Das Ergebnis des Interferontestes könnte in der Praxis als Hinweis für die Entscheidung zur zusätzlichen Gabe von Amantadin dienen, wie Prof. Ferenci gegenüber Medical Tribune erläuterte.

 

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