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Montag, 21.05.2012     Medical Tribune Group





Das Hepatitis-C-Special

Auslese von der Digestive Disease Week 2002:
Hepatitis-C-Berichte aus San Francisco

Hepatitis C
In der Therapie tut sich was

SAN FRANCISCO - Das öffentliche Bewusstein gegenüber der Hepatitis C ist noch immer nicht besonders entwickelt, klagen Experten anlässlich der Digestive Disease Week. Wie bei anderen Krankheiten auch, ist hier jedoch ein ganz wichtiger Ansatz. Denn im Gegensatz zu früher stehen immer wirksamere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Auf dem Gebiet der Hepatitis C tut sich was – und das ist auch eine der wesentlichen Botschaften für den Hausarzt, die PD Dr. Eberhard Renner, Abteilung für Gastroenteologie und Hepatologie des Universitätsspitals Zürich, formuliert. Der Experte hat für Sie zusammen mit seinem Kollegen Dr. Beat Helbling den Gastrokongress auf Neuigkeiten zur Hepatitis C gescreent und ausgewählte Studien für Sie zusammengefasst.

Betreuung der Patienten in Absprache mit dem Experten
Ganz wichtig ist es, gerade aufgrund der vielen Veränderungen im Bereich der Therapie, die Behandlung von Hepatitis C-Patienten immer in enger Absprache mit dem Experten durchzuführen, so das Fazit von Dr. Renner. Denn nur so ist es möglich, im Sinne des Patienten die für ihn individuell beste Therapie auszuwählen und alle Möglichkeiten zu berücksichtigen. Ebenso wichtig ist die umfassende Vorbereitung und Aufklärung der Patienten, um die bestmögliche Compliance zu erzielen.


PD Dr. Eberhard Renner

PD Dr. Renner
Dr. Helbling
Dr. Beat Helbling

"Zu wissen, was für Nebenwirkungen die Therapie mit sich bringen kann, trägt entscheidend dazu bei, dass die Patienten bei der Stange bleiben", betonte Dr. Helbling. "Immer noch gibt es Patienten, die wegen grippeähnlicher Nebenwirkungen mit hohem Fieber die antivirale Therapie abbrechen. Dies ist bei entsprechender Thematisierung vorab in aller Regel nicht erforderlich. Bevor die eigentliche Therapie beginnt, unterhalte ich mich in Ruhe mit den Patienten. Und auch während der Therapie ist es wichtig, die Patienten immer persönlich zu sehen und ihnen ganz regelmässig die oft knappe Zeit zu widmen. Das zahlt sich in der Compliance aus und wir haben hier and der DDW gelernt, wie wichtig die Compliance für ein gutes Therapieresultat ist", berichtete Dr. Helbling. Auch die hämatologischen und psychiatrischen Begleiterscheinungen lassen sich mittlerweile gut in den Griff bekommen. Häufig reicht eine (vorübergehende) Modifikation der Dosis, oder eine ergänzende Medikation mit beispielsweise Antidepressiva, um die Fortführung der Behandlung zu ermöglichen.

Hepatitis C-infizierte Patienten nicht übersehen
Worauf sollte der Hausarzt speziell achten, um möglicherweise mit Hepatitis C–infizierte Patienten nicht zu übersehen? Es gibt ein paar bekannte Parameter, wie eine Bluttransfusion vor Anfang der 90er Jahre (z.B. auch im Zusammenhang mit Operationen möglich), irgend wann einmal intravenöser Drogenmissbrauch oder Kokain, Tatoos, und insbesondere erhöhte Transaminasen. Bestätigen sich diese erhöhten Parameter in einer zweiten Blutentnahme, sollte der Hausarzt – unabhängig von bekanntem Alkoholkonsum in kleinen oder grösseren Mengen – auch an eine Hepatitis C denken, erinnerte Dr. Helbling. Eine entsprechende AK-Untersuchung ist einfach und kostet nicht viel.

Anbei finden Sie in unserer InternetReview den Audio-Vortrag von PD Dr. Eberhard Renner und dazu können Sie sich die entsprechenden Dias ansehen.

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