|
Hepatitis
C
In der Therapie tut sich was
|
|
SAN FRANCISCO - Das öffentliche Bewusstein
gegenüber der Hepatitis C ist noch immer nicht besonders entwickelt,
klagen Experten anlässlich der Digestive Disease Week. Wie
bei anderen Krankheiten auch, ist hier jedoch ein ganz wichtiger Ansatz.
Denn im Gegensatz zu früher stehen immer wirksamere Behandlungsmöglichkeiten
zur Verfügung. Auf dem Gebiet der Hepatitis C tut sich was – und
das ist auch eine der wesentlichen Botschaften für den Hausarzt,
die PD Dr. Eberhard Renner, Abteilung für Gastroenteologie und Hepatologie
des Universitätsspitals Zürich, formuliert. Der Experte hat
für Sie zusammen mit seinem Kollegen Dr. Beat Helbling den Gastrokongress
auf Neuigkeiten zur Hepatitis C gescreent und ausgewählte Studien
für Sie zusammengefasst.
Betreuung der Patienten in Absprache mit
dem Experten
Ganz wichtig ist es, gerade aufgrund der vielen Veränderungen im
Bereich der Therapie, die Behandlung von Hepatitis C-Patienten immer in
enger Absprache mit dem Experten durchzuführen, so das Fazit von
Dr. Renner. Denn nur so ist es möglich, im Sinne des Patienten die
für ihn individuell beste Therapie auszuwählen und alle Möglichkeiten
zu berücksichtigen. Ebenso wichtig ist die umfassende Vorbereitung
und Aufklärung der Patienten, um die bestmögliche Compliance
zu erzielen.
|
|

|
|
Dr. Beat Helbling |
"Zu wissen, was für
Nebenwirkungen die Therapie mit sich bringen kann, trägt entscheidend
dazu bei, dass die Patienten bei der Stange bleiben", betonte Dr.
Helbling. "Immer noch gibt es Patienten, die wegen grippeähnlicher
Nebenwirkungen mit hohem Fieber die antivirale Therapie abbrechen. Dies
ist bei entsprechender Thematisierung vorab in aller Regel nicht erforderlich.
Bevor die eigentliche Therapie beginnt, unterhalte ich mich in Ruhe mit
den Patienten. Und auch während der Therapie ist es wichtig, die
Patienten immer persönlich zu sehen und ihnen ganz regelmässig
die oft knappe Zeit zu widmen. Das zahlt sich in der Compliance aus und
wir haben hier and der DDW gelernt, wie wichtig die Compliance
für ein gutes Therapieresultat ist", berichtete Dr. Helbling.
Auch die hämatologischen und psychiatrischen Begleiterscheinungen
lassen sich mittlerweile gut in den Griff bekommen. Häufig reicht
eine (vorübergehende) Modifikation der Dosis, oder eine ergänzende
Medikation mit beispielsweise Antidepressiva, um die Fortführung
der Behandlung zu ermöglichen.
Hepatitis C-infizierte Patienten nicht
übersehen
Worauf sollte der Hausarzt speziell
achten, um möglicherweise mit Hepatitis C–infizierte Patienten nicht
zu übersehen? Es gibt ein paar bekannte Parameter, wie eine Bluttransfusion
vor Anfang der 90er Jahre (z.B. auch im Zusammenhang mit Operationen möglich),
irgend wann einmal intravenöser Drogenmissbrauch oder Kokain, Tatoos,
und insbesondere erhöhte Transaminasen. Bestätigen sich diese
erhöhten Parameter in einer zweiten Blutentnahme, sollte der Hausarzt
– unabhängig von bekanntem Alkoholkonsum in kleinen oder grösseren
Mengen – auch an eine Hepatitis C denken, erinnerte Dr. Helbling. Eine
entsprechende AK-Untersuchung ist einfach und kostet nicht viel.
Anbei finden Sie in unserer InternetReview
den Audio-Vortrag von PD Dr. Eberhard Renner und dazu können Sie
sich die entsprechenden Dias ansehen.
Zur
InternetReview Hepatitis C
zurück
zur Hepatitis-C-Übersichtsseite
InternetReview,
was ist das?
|