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NSAIDs are associated
with relapse in IBD
Diesen
Vortrag gibt es als Video (inklusive Dias)
SAN FRANCISCO - Patients with inflammatory
bowel disease (IBD) should avoid conventional NSAIDs and use selective
COX-2 inhibitors cautiously because the use of these agents is associated
with relapse of IBD, said Jonathon Leighton, MD, clinical director of
the Inflammatory Bowel Disease Clinic, Mayo Clinic, Scottsdale, Az.
"It is currently recommended that
IBD patients avoid NSAIDs," he said. "All NSAIDs have at least
some effect on the inhibition on the COX-1 or -2 isoenzymes. Whether the
use of such NSAIDs can lead to relapses in patients with IBD is controversial."
He reviewed the medical records of 60 patients
with IBD (Crohn’s disease, ulcerative colitis, or indeterminate colitis)
who visited a tertiary care outpatient clinic. The following variables
were collected at the patient’s final visit: use of NSAIDs, use of maintenance
therapy, disease activity, and smoking status. NSAID use was defined as
at least once daily dosing of any COX inhibitor in the month prior to
relapse. Of the 60 patients identified, 22 had had a relapse and 38 were
in remission. Nine patients (41%) in the relapse group had used NSAIDs,
compared with 10 (26%) in the remission group. Maintenance therapy was
more common in the remission group (92%) than in the relapse group (68%).
Logistic regression adjusting for age,
gender, and maintenance therapy was performed. The adjusted odds ratio
between NSAID use and relapse was 6.31 (p = 0.03). "However,
there was a fair number of patients on COX inhibitors in both groups,"
said Dr. Leighton.
The toxicity of selective COX-2 inhibitors
has previously been shown to be less than the toxicity of unselective
NSAIDs in the lower GI tract. Dr. Leighton recommends that if NSAIDs are
necessary in patients with IBD, the least dose possible to attain the
desired outcome should be used.
These data were confirmed by Simon Smale
and colleagues in London, U.K. They studied 45 patients with IBD who required
NSAIDs for other reasons. The patients were randomized to therapy with
paracetamol, which has no COX activity; naproxen, which has COX-1 and
COX-2 activity in addition to topical effects; or nabumetone, which has
COX-1 and COX-2 activity but no topical effects. Patients were studied
at baseline and 1 and 4 weeks. Clinical disease activity and fecal calprotectin,
a measure of intestinal inflammation, were assessed.
On paracetamol, no patient had clinical
relapse, and calprotectin was largely unchanged. On naproxen, four patients
had clinical relapse, and the relapses were associated with a significant
increase in calprotectin. Four patients on nabumetone also had relapses
corresponding with increases in calprotectin.
"Many patients with IBD can tolerate
NSAIDs, but 20 to 30% have a clinical relapse," said Dr. Smale. "Relapse
is related to increasing intestinal inflammation." The mechanism
behind the NSAID-relapse link is not a topical effect but related to COX-1
and/or COX-2 inhibition, he said.
by Wayne Kuznar
Das
zweite Pferd am Start
Rosiglitazon und NASH
SAN FRANCISCO
– An der Digestive Disease Week schälen sich weitere Hinweise
darauf heraus, dass die nichtalkoholische Steatohepatitis (NASH) durch
Korrektur der Hyperinsulinämie behandelt werden kann. Dr. Brent A.
Neuschwander-Tetri, St. Louis, gab einen ersten Einblick in eine Untersuchung,
die den Effekt des Insulinsensitizers Rosiglitazon bei diabetischen und
nichtdiabetischen NASH-Patienten untersucht.
Unter den
bisher aufgenommenen 30 Patienten waren 2 bekannte Diabetiker, bei 8 Patienten
wurde ein Diabetes sowie bei weiteren 7 eine verminderte Glukosetoleranz
aufgedeckt. Bei allen NASH-Patienten fand sich eine Insulinresistenz –
so weit brachte die Studie schon einmal Ergebnisse, die in dieser Klarheit
bislang nicht bekannt waren.
Die Probanden
erhalten in der noch laufenden Studie zweimal täglich 4 mg Rosiglitazon
"open label". Die ALT sank signifikant von 85 U/l nach
12 Wochen auf 41, nach 24 Wochen auf 43. Auch die Insulinsensitivität,
die AP, die CT-Befunde und die Gamma-GT verbesserten sich kontinuierlich.
Die Autoren kommen zum Schluss, dass bei der Häufigkeit der Insulinresistenz
bei NASH eine pathogenetische Ursache zu vermuten ist, und dass die Behandlung
durch Rosiglitazon hier Erfolg verspricht. Die Insulinresistenz wird durch
das Glitazon allerdings nur verbessert, nicht völlig durchbrochen.
Probiotika
Manchmal etwas Etikettenschwindel
SAN FRANCISCO
– Soviel scheint fest zu stehen: Bei entzündlichen Darmkrankheiten
sind Probiotika nützlich. Die Dosierung ist dagegen noch weitgehend
der Fantasie überlassen. Dr. Jeffrey A. Katz, Cleveland, schickte
seine Mitarbeiter auf Einkaufsbummel in Supermärkte, um die breit
erhältlichen Probiotika einer genaueren Beurteilung ihres Keimgehaltes
zu unterziehen.
Gingen die
Kunden bei der Bezahlung der Präparate ebenso salopp mit den Stellen
vor dem Komma um wie die Hersteller bei den Angaben der Keimgehalte, müssten
letztere ihre Läden wohl vielfach dicht machen. Die Arbeitsgruppe
von Dr. Katz fand zwar in allen Fällen eine Übereinstimmung
zwischen der Keimart und dem Inhalt der Präparate, aber nur bei 7
von 18 eine Übereinstimmung hinsichtlich des angegebenen und des
tatsächlichen Keimzahlengehaltes. Bei 3 von 18 Produkten wurde er
diplomatischerweise gleich gar nicht erwähnt, bei 4 anderen wich
er um grosszügige 3 Zehnerpotenzen von der Packungsangabe ab. Ärzte
wie Verbraucher sollten daher kritisch bleiben.
Reizdarmsyndrom
Probiotikum gezielt auswählen
SAN FRANCISCO
– Kaum, dass der Ansatz einer gesundheitsfördernden Wirkung bekannt
ist, kommt ein neuzeitliches Joghurt nicht mehr ohne eigens gezüchtete
probiotische Kulturen aus. Dass es aber durchaus auch auf die Keimsorte
ankommt, können Dr. Eamonn Quigley, Cork und seine Kollegen nun beim
Reizdarmsyndrom mit Fakten untermauern.
Probiotika
wirken positiv auf das Reizdarmsyndrom, wenn sie entzündliche Beschwerden
lindern können, indem sie pathogene Keime verdrängen. Sie entfalten
aber auch selbst einen antientzündlichen Effekt auf die Darmschleimhaut.
77 Erwachsene mit einem IBS (irritable bowel syndrome), Grad II nach Rom-Klassifikation,
erhielten doppelblind und plazebokontrolliert über 8 Wochen Lactobacillus
sp. oder Bifidobacterium sp.
Nach standardisierten
Skalen wurden die IBS-Symptome und die Lebensqualität täglich
notiert. Unter Bifidobacterium gaben die Patienten eine signifikante
Schmerzerleichterung an (Behandlungswoche 1 bis 7), weniger Völlgegefühl
und Stuhlgangprobleme (Woche 2, 3, 5). Parallel stieg auch die Lebensqualität.
Unter Lactobacillus fielen die Ergebnisse diskreter aus: Die Patienten
gaben lediglich eine Schmerzerleichterung in Woche 2 und 7 an, gegenüber
Plazebo war kein nennenswerter Unterschied festzuhalten.
Keinen Einfluss
hatten beide Bakterienarten auf die Häufigkeit des Stuhlgangs. Die
positiven Befunde unter Bifidobakterium verloren sich gegen Ende einer
vierwöchigen Auswaschphase wieder. Für die probiotische Behandlung
des Reizdarms sollte daher das geeignete Präparat gezielt gewählt
werden.
Gastrotestinale
Blutungen unter NSAR
Risiko-Vorhersage unsicher
SAN FRANCISCO – Zwar lassen sich Faktoren
identifizieren, die unter konventionellen NSARs das Risiko einer oberen
gastrointestinalen Blutung erhöhen. Daten liegen hierzu beispielsweise
aus der CLASS*- und SUCCESS**-Studie mit insgesamt mehr als 21000 Teilnehmern
ausreichend vor. Dennoch treten die meisten Blutungskomplikationen bei
Patienten ohne Risiko oder mit nur einem Risikofaktor auf, ist das Resumée
einer Studie von Dr. Glenn Eisen und Mitarbeitern des College of Medicine,
Universität von Illinois, Chicago. Blutungskomplikationen sind damit
praktisch nicht anhand des individuellen Risikos vorherzusagen.
Patienten ab 75 Jahren tragen ein höheres
Risiko für Blutungskomplikationen, das in der SUCCESS-Studie mit
einem relativen Risiko von 2,5 zu beziffern war, in der CLASS-Studie sogar
mit 3,7 (p<0,05), jeweils in der Gruppe der Patienten, die NSAR erhielten.
Auch die weiteren bekannten Risikofaktoren wie anamnestisch bekannte Ulkuskrankheit
(2,7) oder gastrointestinale Blutung (3,4), Einnahme von Acetylsalicylsäure
(2,3) und positive Helicobacter-pylori-Serologie (2,0) steigern
tatsächlich das Risiko unter konventionellen NSAR, um den Faktor
3,1 geringer auch unter Celecoxib.
Bei mehreren Risikofaktoren stieg die Gefahr
einer Komplikation an, jedoch nicht additiv. Aber: die meisten Blutungskomplikationen
traten in beiden Studien bei Patienten mit keinem oder nur einem Risikofaktor
auf, allerdings deutlich unterschiedlich in der konventionell und mit
Celecoxib behandelten Gruppe (SUCCESS: 14 vs. 4, CLASS: 41 vs. 21). Die
Autoren urteilen daher, dass Risikoeinschätzungen hinsichtlich gastrointestinaler
Komplikationen im klinischen Alltag versagen.
CLASS*: Celecoxib Long-term Arthritis Safety
Study
SUCCESS**: Successive Celecoxib Efficacy
and Safety Study
COX-2
Langzeithemmung könnte schädlich sein
SAN FRANCISCO – Bei allen offensichtlichen
Vorteilen der selektiven COX-Hemmung auf das Gastrointestinum interessierte
es eine Studiengruppe an der Guy's, King's and St. Thomas' Medical School,
London, ob sich eine langfristige COX-2-Hemmung nicht negativ auswirken
kann. Unter Federführung von Dr. Matthew Walley stellten sie an der
Digestive Disease Week ein Poster vor, das Ergebnisse bei COX-2-defizienten
Mäusen und bei Wildtyp-Mäusen unter Celecoxib-Aufnahme zusammenfasste.
Die Dünndarmintegrität und entzündlichen
Prozesse wurden durch einen Permeabilitätstest, das Granulozytenmarkerprotein,
den Spiegel des intestinalen PGE2 und durch eine mikroskopische Untersuchung
ermittelt. Die Wildtyp-Mäuse erhielten über 3 Monate Celecoxib.
Die GMP-Spiegel lagen bei den COX-2-KO-Mäusen
signifikant höher als bei den Wildtyp-Mäusen, in 40 % über
dem Normwert. 15 % der KO-Mäuse starben plötzlich an einer
Dünndarmperforation, wobei chronische multifokale Schleimhautnekrosen
im Dünndarm nachgewiesen werden konnten. Die Schleimhautbefunde im
Magen waren dagegen normal. 25 % der Wildtyp-Mäuse entwickelten
unter 3-monatiger Celecoxib-Aufnahme intestinale Symptome, die mit ähnlichen
mikroskopischen Veränderungen wie die der COX-2-KO-Mäuse korreliert
waren. Die Autoren halten das Enzym COX-2 daher für einen wichtigen
Faktor der Dünndarmintegrität und gemahnen zu Vorsicht vor einer
Langzeitanwendung.
Pankreaskarzinom
Rofecoxib könnte das Wachstum bremsen
SAN FRANCISCO – Zum Zeitpunkt der Operation
ist das Adenokarzinom des Pankreas vielfach schon nicht mehr resezierbar
oder metastasiert. Weil die Cyclooxygenase-2 in Pankreaskarzinomzellen
überexprimiert ist, rief diese Tatsache nach einer Studie, ob die
gezielte COX-2-Hemmung dem Tumorwachstum die Zügel anlegen kann.
Dr. William W. Tseng, Chicago, folgte mit In-vitro- und In-vivo-Studien
diesem Ruf, mit Erfolg.
In vitro inkubierten seine Mitarbeiter
eine menschliche Pankreas-Adenokarzinom-Zelllinie mit Rofecoxib über
18 Stunden. Anschliessend isolierten sie die mRNS und untersuchten sie
durch cDNS-Mikroarray-Chips. Der COX-2-Hemmer verminderte die Genexpression
des Cyclins D1/PRAD1, eine Schlüsselkomponente, die den Ablauf des
Zellzyklus fördert. Verschiedene Gene, die den Zellzyklus blockieren,
wurden dagegen vermehrt exprimiert. Auch im In-vivo-Versuch bei Mäusen
stiessen die Forscher auf aussagefähige Befunde: Die thymusdefizienten
Nager erhielten Pankreaskarzinomzellen durch eine Minilaparotomie. Nach
einem Monat wurde ihrem Futter Rofecoxib beigemengt. Das Tumorwachstum
war bei ihnen nach 3 Wochen um den Faktor 2,7 vermindert gegenüber
den unbehandelten Mäusen, die Tumoren waren weniger stark vaskularisiert
und lokal weniger invasiv als die Tumoren der Vergleichsmäuse. Als
Behandlungsoption erscheint Rofecoxib damit bei fortgeschrittenem Pankreaskarzinom
den Autoren daher als sehr viel versprechend.
Current
therapies for IBS don’t meet clinical need
SAN FRANCISCO - No current treatment
successfully targets the entire symptom complex of irritable bowel syndrome
(IBS) but tegaserod, an investigational 5HT4 agonist, has consistently
produced significant improvement in global IBS symptoms in phase III clinical
trials, said presenters at the satellite symposium "Irritable
Bowel Syndrome: Taking Concepts into Clinical Practice," supported
by an unrestricted grant from Novartis Pharmaceutical Corporation.
The symptomatic management of IBS includes
drugs for pain, bloating, and altered bowel function. No one agent, however,
has shown efficacy for the full range of symptoms in IBS, said Nicholas
Talley, MD, PhD, professor of medicine, University of Sydney, Penrith,
NSW, Australia. "We want to hit the whole complex and not just one
bit of it," he said.
The placebo response in IBS is quite high,
47%, and represents in part the natural fluctuation of symptoms in IBS.
The high placebo response rate makes it difficult for treatments to be
shown superior to placebo; often a heterogenous group of patients is enrolled
in trials, masking the efficacy of the therapy in question.
Bulking agents can improve constipation
but may worsen the bloating and pain associated with IBS. "The limited
data suggest equivocal benefits of bulking agents in IBS," Dr. Talley
said. Smooth muscle relaxants have been associated with improvements in
abdominal pain, global scores, and abdominal distention in a meta-analysis,
but the benefits were only short term and the trials were of poor quality.
Antidepressants may have benefits for functional
GI disorders, especially in diarrhea-predominant IBS, said Dr. Talley.
Low-dose tricyclic antidepressants appear to improve global symptoms and
abdominal pain, but most of the trials were of low quality. The use of
selective serotonin reuptake inhibitors is controversial because the data
are thin and contradictory, but anecdotally they appear to be useful.
Citalopram is associated with improved scores for global evaluation but
had no effect on bowel habits, he noted.
Laxatives are often used in patients with
constipation but are not of proven efficacy. Loperamide has improved diarrhea
but not abdominal pain. Perhaps the most frustrating symptom to treat
is bloating, for which "we have nothing to offer," he said.
Psychological treatment was superior to
control in 8 of 14 studies, but these trials had methodological inadequacies.
Currently, management of IBS should begin
with reassurance and dietary advice, Dr. Talley suggested. Drugs should
be used sparingly because of their equivocal efficacy and risk of side
effects, and because many of the IBS drug trials that do demonstrate efficacy
have been flawed.
Tegaserod has been studied in three randomized,
placebo-controlled trials that assessed more than 3,000 patients. These
studies included patients who met nearly all of the Rome criteria for
functional GI disease, said Walter Peterson, MD, professor of internal
medicine, University of Texas Southwestern Medical Center, Dallas. "Tegaserod
is associated with prompt improvement of symptoms, with the best response
obtained during the first 4 weeks," he said.
Collectively, the relative risk of subjective
global improvement in relief of IBS symptoms with tegaserod was 1.21 (when
adjusting for laxative use). The number needed to treat for resolution
of symptoms in one patient is 13, a good indicator of efficacy.
There is an increased incidence of abdominal
surgeries and cholecystectomies in patients with IBS, said Dr. Peterson.
In the tegaserod phase III trials, more patients in the active treatment
group underwent cholecystectomies "but the risk ratio was not even
close to being significant," he said, with the 95% confidence interval
for risk ranging from 0.02 to 935. The incidence of diarrhea in the trials
was 8.8% in tegaserod-treated patients and 3.8% in placebo recipients.
There was no evidence of prolongation of the QT interval with tegaserod.
Overall, "tegaserod is associated
with a significant improvement in global symptoms of about 10% over placebo,
with a good safety and tolerability profile," said Dr. Peterson.
By Wayne Kuznar
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