Medical Tribune AG



Donnerstag, 17.05.2012     Medical Tribune Group





ATS

Herzlich willkommen beim Jahrestreffen der American Thoracic Society

ATS

 

 

Berichte aus San Francisco vom 21. Mai 2001

Montag, 21. Mai 2001

Weniger Klinikeinweisungen dank Omalizumab

Viele Raucher unter Asthmatikern

Warum haben Friseure häufiger Asthma?

Fisherman's wharf
San Francisco - Fisherman's wharf

Schwere Asthma-Exazerbationen

Weniger Klinikeinweisungen dank Omalizumab

SAN FRANCISCO – Sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern, die mit Omalizumab behandelt wurden, waren weniger Klinikeinweisungen wegen schwerer Asthma-Exazerbationen notwendig als bei plazebobehandelten Patienten. Dies ist das Ergebnis einer Metaanalyse von drei Studien, durchgeführt von der Arbeitsgruppe um Dr. R. Buhl, aus Mainz und Basel.

An den drei randomisierten, doppelblinden und plazebokontrollierten Studie nahmen insgesamt 1071 Erwachsene und 334 Kinder mit mässigem bis schwerem Asthma teil. Die Studiendauer betrug jeweils 28 Wochen. Nach 16 Wochen einer stabilen Kortikoid-Inhalationstherapie wurde alle zwei Wochen eine Reduktion um 25 % versucht, wobei noch in den letzten vier Wochen eine minimale effektive Steroiddosierung beibehalten wurde. Das Ergebnis ist in der folgenden Tabelle festgehalten.

Behandlungsgruppe

Klinikeinweisungen auf Grund schwerer Asthma-Exazerbationen

Erwachsene n (%)

Kinder n (%)

Omalizumab (542 Erwachsene; 225 Kinder)

1 (0.18)

0 (0.0)

Plazebo (529 Erwachsene ; 109 Kinder)

9.1 (1.70)

5 (4.59)

p-Wert

0.01

0.007

 

 

Warum haben Friseure häufiger Asthma?

SAN FRANCISCO – Bekannt ist die Tatsache, dass Friseurinnen und Friseure einer Vielzahl von Irritanzien und allergenen Substanzen ausgesetzt sind, die Asthma hervorrufen können. Dies war auch der Grund, warum die Arbeitsgruppe um T. Leino, Helsinki, die Asthma-Inzidenz unter finnischen Angehörigen des Friseurhandwerks untersuchte. Unterstützt wurde die Studie von der Finnischen Sozialversicherung.

Dazu wurden zwischen 1986 und 1998 alle Männer und Frauen dieser Berufsgruppe sowie alle Angestellten im administrativen und Bürobereich im Alter zwischen 25 und 59 Jahren auf das Auftreten von Asthma beobachtet.

Es traten bei den Friseuren insgesamt 386 Fälle von Asthma auf, in der Referenzgruppe waren es 6510. Die Inzidenzrate pro 1000/Jahr betrug bei den Friseurinnen 3.1 und bei den Friseuren 2.1, die entsprechenden Zahlen betrugen 2.0 und 1.2 in der Kontrollgruppe. Das relative Asthma-Risiko betrug 1.6 bei den Friseurinnen und 2.1 bei den Friseuren. Nur 18 Asthmafälle waren berufsbedingt.

Fazit: Das Risiko, ein Asthma zu entwickeln, ist in den Friseurberufen erhöht. Die festgestellten berufsbedingten Asthmafälle jedoch erklären nur zu einem kleinen Teil das häufigere Auftreten von Asthma im Friseurberuf.

 

Viele Raucher unter Asthmatikern

SAN FRANCISCO – Dass Zigarettenrauchen ein Risiko für die chronische Bronchitis darstellt, pfeifen inzwischen die Spatzen von den Dächern. Wenig aber weiss man bisher über die Rolle des Rauchens bei Asthma. Ausserdem stellt das Rauchen häufig ein Ausschlusskriterium für klinische Studien über Asthma dar, obwohl doch rauchende Asthmatiker eine wichtige Gruppe für ein besseres Verständnis des Asthmas darstellen würden.

Diesem Manko begegnete die Studie der Arbeitsgruppe um Dr. M.R. Andre-Alves aus Porto Alegre, Brasilien, welche die Häufigkeit des Rauchens bei erwachsenen Asthmatikern untersuchte. Dazu wurden 308 Asthma-Patienten im Alter zwischen 18 und 65 Jahren von ihrem Hausarzt über ihre Rauchgewohnheiten befragt.

Laut dieser Studie waren unten den Asthma-Patienten 15.9 % Raucher, ein Ergebnis, das in Einklang mit früheren Studien steht, wonach 11 bis 22 % der Asthma-Patienten rauchten. Weiter haben Studien kein oder nur ein geringes Asthma-Risiko unter Rauchern gefunden. Jedoch sollte man daran denken, dass Asthmatiker mit ihren empfindlichen Atemwegen den Rauch nur schlecht vertragen können.

 

nach oben

 





 
[ Home ] [ Sitemap ]
 
hosted by bit-heads GmbH