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Montag, 21.
Mai 2001
Schwere
Asthma-Exazerbationen
Weniger
Klinikeinweisungen dank Omalizumab
SAN FRANCISCO
– Sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern, die mit Omalizumab behandelt
wurden, waren weniger Klinikeinweisungen wegen schwerer Asthma-Exazerbationen
notwendig als bei plazebobehandelten Patienten. Dies ist das Ergebnis
einer Metaanalyse von drei Studien, durchgeführt von der Arbeitsgruppe
um Dr. R. Buhl, aus Mainz und Basel.
An den drei
randomisierten, doppelblinden und plazebokontrollierten Studie nahmen
insgesamt 1071 Erwachsene und 334 Kinder mit mässigem bis schwerem
Asthma teil. Die Studiendauer betrug jeweils 28 Wochen. Nach 16 Wochen
einer stabilen Kortikoid-Inhalationstherapie wurde alle zwei Wochen eine
Reduktion um 25 % versucht, wobei noch in den letzten vier Wochen eine
minimale effektive Steroiddosierung beibehalten wurde. Das Ergebnis ist
in der folgenden Tabelle festgehalten.
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Behandlungsgruppe
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Klinikeinweisungen
auf Grund schwerer Asthma-Exazerbationen
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Erwachsene
n (%)
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Kinder
n (%)
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Omalizumab
(542 Erwachsene; 225 Kinder)
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1 (0.18)
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0 (0.0)
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Plazebo
(529 Erwachsene ; 109 Kinder)
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9.1
(1.70)
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5 (4.59)
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p-Wert
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0.01
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0.007
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Warum
haben Friseure häufiger Asthma?
SAN FRANCISCO
– Bekannt ist die Tatsache, dass Friseurinnen und Friseure einer Vielzahl
von Irritanzien und allergenen Substanzen ausgesetzt sind, die Asthma
hervorrufen können. Dies war auch der Grund, warum die Arbeitsgruppe
um T. Leino, Helsinki, die Asthma-Inzidenz unter finnischen Angehörigen
des Friseurhandwerks untersuchte. Unterstützt wurde die Studie von
der Finnischen Sozialversicherung.
Dazu wurden
zwischen 1986 und 1998 alle Männer und Frauen dieser Berufsgruppe
sowie alle Angestellten im administrativen und Bürobereich im Alter
zwischen 25 und 59 Jahren auf das Auftreten von Asthma beobachtet.
Es traten
bei den Friseuren insgesamt 386 Fälle von Asthma auf, in der Referenzgruppe
waren es 6510. Die Inzidenzrate pro 1000/Jahr betrug bei den Friseurinnen
3.1 und bei den Friseuren 2.1, die entsprechenden Zahlen betrugen 2.0
und 1.2 in der Kontrollgruppe. Das relative Asthma-Risiko betrug 1.6 bei
den Friseurinnen und 2.1 bei den Friseuren. Nur 18 Asthmafälle waren
berufsbedingt.
Fazit: Das
Risiko, ein Asthma zu entwickeln, ist in den Friseurberufen erhöht.
Die festgestellten berufsbedingten Asthmafälle jedoch erklären
nur zu einem kleinen Teil das häufigere Auftreten von Asthma im Friseurberuf.
Viele
Raucher unter Asthmatikern
SAN FRANCISCO
– Dass Zigarettenrauchen ein Risiko für die chronische Bronchitis
darstellt, pfeifen inzwischen die Spatzen von den Dächern. Wenig
aber weiss man bisher über die Rolle des Rauchens bei Asthma. Ausserdem
stellt das Rauchen häufig ein Ausschlusskriterium für klinische
Studien über Asthma dar, obwohl doch rauchende Asthmatiker eine wichtige
Gruppe für ein besseres Verständnis des Asthmas darstellen würden.
Diesem Manko
begegnete die Studie der Arbeitsgruppe um Dr. M.R. Andre-Alves aus Porto
Alegre, Brasilien, welche die Häufigkeit des Rauchens bei erwachsenen
Asthmatikern untersuchte. Dazu wurden 308 Asthma-Patienten im Alter zwischen
18 und 65 Jahren von ihrem Hausarzt über ihre Rauchgewohnheiten befragt.
Laut dieser
Studie waren unten den Asthma-Patienten 15.9 % Raucher, ein Ergebnis,
das in Einklang mit früheren Studien steht, wonach 11 bis 22 % der
Asthma-Patienten rauchten. Weiter haben Studien kein oder nur ein geringes
Asthma-Risiko unter Rauchern gefunden. Jedoch sollte man daran denken,
dass Asthmatiker mit ihren empfindlichen Atemwegen den Rauch nur schlecht
vertragen können.
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