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Overnight Reports

vom 77. Jahreskongress der American Heart Association (New Orleans, 2004)

 

11.11.2004


Mit Stütz-Socken ins Flugzeug!

NEW ORLEANS – Elastische Socken und Fussgymnastik schützen Flugreisende vor Thrombose. Das ist das Resultat einer in Italien durchgeführten Studie, präsentiert am Jahrestreffen der American Heart Association.


Dr. med. Gianni Belcaro und Mitarbeiter in Pescara untersuchten im Rahmen ihrer kontrollierten Studie Langstrecken-Flieger auf Zeichen einer tiefen Venenthrombose. Die Studienteilnehmer waren im Mittel 46 Jahre alt und zur Hälfte männlichen Geschlechts. Sie mussten während eines acht- bis 13stündigen Langstrecken-Fluges elastische Stütz-Socken tragen und Fussgymnastik nach Vorschrift machen.

Während in der Kontrollgruppe 15,4 % der Studienteilnehmer durch oberflächliche thrombotische Veränderungen imponierten, betrug die Inzidenz bei den Sockenträgern nur 8 % (p < 0,005). Interessanterweise waren die thrombotischen Ereignisse in 91 % der Fälle asymptomatisch.

Offenbar waren die bis unter das Knie reichenden Socken komfortabel - die Verträglichkeit wurde von den Prüfern als gut bezeichnet. Fazit: Flugreisende, packt Eure Socken ins Handgepäck!

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Mehr Schaden als Nutzen durch Vitamin E

NEW ORLEANS – Hohe Dosen von Vitamin E sollten besser nicht konsumiert werden. Wie eine Meta-Analyse von 16 randomisierten Studien in Baltimore ergab, wird das Mortalitätsrisiko durch Einnahme von mehr als 400 internationalen Einheiten pro Tag leicht gesteigert.

Assistenz-Professor Dr. med. Edgar R. Miller und Mitarbeiter analysierten die Mortalitätsraten in insgesamt 16 publizierten plazebokontrollierten klinischen Studien, in denen Vitamin E verabreicht wurde. Die Dosierung schwankte zwischen täglich 15 und 2000 internationalen Einheiten (i.E.) und betrug im Mittel 400 i.E.

Das relative Risiko für Gesamtsterblichkeit war unter hohen Vitamin-E-Dosierungen (über 400 i.E.) mit 1,1 (Konfidenzintervall 1,03 - 1,17) signifikant erhoeht (p = 0,007), verglichen mit Plazebo. Die Dosis-Wirkungs-Analyse zeigte ein erhöhtes Mortalitätsrisiko bereits ab Tagesdosen über 200 i.E. Zur Erinnerung: Mit der Ernährung werden im Durchschnitt sechs bis 10 i.E. Vitamin E pro Tag aufgenommen.

Fazit der Prüfer: Die Einnahme von hohen Vitamin-E-Dosen sollte aufgrund des um 10 % erhöhten Sterblichkeitsrisikos tunlichst vermieden werden.

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Testosteron lässt Herzen besser schlagen

NEW ORLEANS – Patienten mit koronarer Herzkrankheit und tiefen Plasma-Testosteron-Werten profitieren von einer oralen Substitution des männlichen Sexualhormons. Wie eine in London durchgeführte Untersuchung ergab, steigert Testosteron die Myokard-Perfusion.


22 Männer im mittleren Alter von 57 Jahren wurden jeweils acht Wochen lang im Cross-over-Verfahren mit zweimal täglich 80 mg Testosteron oral oder Plazebo behandelt. Die Studienteilnehmer hatten niedrig-normale oder tiefe Plasma-Testosteron-Konzentrationen. Die Myokard-Perfusion wurde mittels kardiovaskulärer Magnet-Resonanz (CMR) und Gadolinum-Stresstest gemessen.

Wie Dr. med. Andrew G. Elkington am Jahreskongress der AHA berichtete, zeigte sich unter der Hormonsubstitution eine signifikante Verbesserung der Moykard-Perfusion und -Reserve. Dieses Resultat stützt, wie bereits andere Studien zuvor, das klinische Potenzial der oralen Testosteron-Substitution für herzkranke Zeitgenossen.


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