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Donnerstag, 17.05.2012     Medical Tribune Group





Overnight Reports aus San Diego von der 65. Jahrestagung der American Diabetes Association 2005

 

 

16.06.2005

 


Weitere Effekte der Glitazone
Verbessern Lipidwerte und Entzündung

SAN DIEGO - Typ-2-Diabetiker, die mit Statinen gegen Dyslipidämie behandelt werden, haben bezüglich ihrem HDL- und Triglyceridspiegel signifikante Vorteile, wenn sie zusätzlich statt mit Rosiglitazon mit Pioglitazon behandelt werden. Zudem zeigt Pioglitazon einen anti-inflammatorischen Effekt. Die Ergebnisse zweier Studien wurden an der 65. Jahrestagung der American Diabetes Association bekannt gegeben.


Die Thiazolidinedione Pioglitazon und Rosiglitazon werden bei Insulinresistenz zur Reduktion des Blutzuckers eingesetzt. Dass die Glitazone aber noch andere Wirkungen haben, zeigen die Ergebnisse der COMPLEMENT-Studie: 305 mit Statinen und Rosiglitazon behandelte Typ-2-Diabetiker wurden auf Pioglitazon (30 mg/d bis 45 mg/d) umgestellt, das Statin oder andere Lipidsenker beibehalten. Nach 17 Wochen zeigte sich, dass bei gleichbleibender Glukosesenkung die Lipidwerte unter Pioglitazon signifikant besser waren: Die Triglyceride sanken um fast 21 %, das Gesamtcholesterin um 10,5 %. Und die HDL-Werte konnten erhöht werden.

"Diese Daten legen nahe, dass Menschen mit Typ-2-Diabetes unter Pioglitazon noch einen zusätzlichen wertvollen Nutzen bezüglich ihrer Lipidwerte erhalten", erläuterte Dr. Robert Spanheimer, leitender Direktor für Diabetes von Takeda Pharmaceuticals Nordamerika.

In einer weiteren, randomisierten, plazebokontrollierten Doppelblindstudie erhielten Patienten mit einem unter Insulintherapie - mit oder ohne Metformin - stabil eingestellten Blutzucker entweder Pioglitazon (15 bis 30 mg/d) oder Plazebo. Nach acht bis zehn Wochen zeigten sich bei den mit Pioglitazon behandelten Patienten die Entzündungsparameter CRP und Interleukin (IL)-6 deutlich reduziert gegenüber den mit Plazebo behandelten Patienten (CRP: Reduktion um 6,98 mg/l vs. 1,55 mg/l; IL-6: Reduktion um 0,78 pg/ml vs. 0,22 pg/ml).

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Blutzuckersenkung und mehr
Was Glitazone noch alles können

SAN DIEGO - Nach neuesten Studien hat Rosiglitazon neben den blutzuckersenkenden Effekten auch positive Auswirkungen auf den Blutdruck und die Mikroalbuminurie von Typ-2-Diabetikern. Beide Parameter spielen eine wichtige Rolle in der Entwicklung kardiovaskulärer Erkrankungen. Die Ergebnisse wurden an der 65. Jahrestagung der American Diabetes Association präsentiert.


In einer Substudie der laufenden "Rosiglitazon Evaluated for Cardiac Outcomes and Regulation of Glycemia in Diabetes" (RECORD)-Studie erhielten 759 Patienten, die unter Metformin oder einem Sulfonylharnstoffpräparat einen ungenügend kontrollierten Blutzucker aufwiesen, eine zusätzliche Therapie: Die Patienten unter Metformin (n=379) bekamen zusätzlich entweder ein Sulfonylharnstoffpräparat oder Rosiglitazon, die Patienten, die vorher einen Sulfonylharnstoff (n=380) erhalten hatten, entweder Metformin oder Rosiglitazon.

Nach dem Zeitraum von 12 Monaten konnte man anhand einer 24-h-Blutdruckmessung eine signifikant höhere Senkung des diastolischen Blutdrucks feststellen, wenn Rosiglitazon kombiert wurde (im Vergleich zu Sulfonylharnstoffen -2,02 mmHg, im Vergleich zu Metformin -3,17 mmHg). Der systolische Blutdruck wurde in vergleichbarer Weise gesenkt.

In einer weiteren Studie (Rosiglitazone Added to Metformin Reduces Urinary Albuminury/Creatinine Ratio and Ambulatory Blood Pressure in Subjects with Mikroalbuminuria and Type 2 Diabetes) wurden 389 Patienten nach einer mindestens vierwöchigen Behandlung mit Metformin randomisiert und erhielten zusätzlich entweder Rosiglitazon oder Glyburid. In Kombination mit Metformin kam es unter der Behandlung mit Rosiglitazon zu einer signifikanten Senkung der UACR (urinary albumin/creatinine ratio) von 22,8 %.

Bei den Patienten, die zusätzlich mit Glyburid behandelt wurden, konnte die UACR nur um 7,1 % reduziert werden. Auch in dieser Studie sanken die systolischen und diastolischen Blutdruckwerte mit der Kombination aus Rosiglitazon und Metformin stärker als mit Metformin und Glyburid. Die Behandlung war gut verträglich. In der mit Glyburid behandelten Gruppe traten Hypoglykämien etwas häufiger auf (12,4 vs. 1,0 %).

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