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Overnight
Reports aus San Diego von der 65. Jahrestagung der American Diabetes
Association 2005
16.06.2005
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Weitere
Effekte der Glitazone
Verbessern Lipidwerte und Entzündung
SAN DIEGO - Typ-2-Diabetiker, die mit Statinen gegen Dyslipidämie behandelt
werden, haben bezüglich ihrem HDL- und Triglyceridspiegel signifikante
Vorteile, wenn sie zusätzlich statt mit Rosiglitazon mit Pioglitazon behandelt
werden. Zudem zeigt Pioglitazon einen anti-inflammatorischen Effekt. Die Ergebnisse
zweier Studien wurden an der 65. Jahrestagung der American Diabetes Association
bekannt gegeben.
Die Thiazolidinedione Pioglitazon und Rosiglitazon werden bei Insulinresistenz
zur Reduktion des Blutzuckers eingesetzt. Dass die Glitazone aber noch andere
Wirkungen haben, zeigen die Ergebnisse der COMPLEMENT-Studie: 305 mit Statinen
und Rosiglitazon behandelte Typ-2-Diabetiker wurden auf Pioglitazon (30 mg/d
bis 45 mg/d) umgestellt, das Statin oder andere Lipidsenker beibehalten. Nach
17 Wochen zeigte sich, dass bei gleichbleibender Glukosesenkung die Lipidwerte
unter Pioglitazon signifikant besser waren: Die Triglyceride sanken um fast
21 %, das Gesamtcholesterin um 10,5 %. Und die HDL-Werte konnten erhöht
werden.
"Diese Daten
legen nahe, dass Menschen mit Typ-2-Diabetes unter Pioglitazon noch einen zusätzlichen
wertvollen Nutzen bezüglich ihrer Lipidwerte erhalten", erläuterte
Dr. Robert Spanheimer, leitender Direktor für Diabetes von Takeda
Pharmaceuticals Nordamerika.
In einer weiteren, randomisierten, plazebokontrollierten Doppelblindstudie erhielten
Patienten mit einem unter Insulintherapie - mit oder ohne Metformin - stabil
eingestellten Blutzucker entweder Pioglitazon (15 bis 30 mg/d) oder Plazebo.
Nach acht bis zehn Wochen zeigten sich bei den mit Pioglitazon behandelten Patienten
die Entzündungsparameter CRP und Interleukin (IL)-6 deutlich reduziert
gegenüber den mit Plazebo behandelten Patienten (CRP: Reduktion um 6,98
mg/l vs. 1,55 mg/l; IL-6: Reduktion um 0,78 pg/ml vs. 0,22 pg/ml).
©
Medical Tribune-Online Schweiz, pg
Blutzuckersenkung
und mehr
Was Glitazone noch alles können
SAN DIEGO - Nach neuesten Studien hat Rosiglitazon neben den blutzuckersenkenden
Effekten auch positive Auswirkungen auf den Blutdruck und die Mikroalbuminurie
von Typ-2-Diabetikern. Beide Parameter spielen eine wichtige Rolle in der Entwicklung
kardiovaskulärer Erkrankungen. Die Ergebnisse wurden an der 65. Jahrestagung
der American Diabetes Association präsentiert.
In einer Substudie der laufenden "Rosiglitazon Evaluated for Cardiac Outcomes
and Regulation of Glycemia in Diabetes" (RECORD)-Studie erhielten 759 Patienten,
die unter Metformin oder einem Sulfonylharnstoffpräparat einen ungenügend
kontrollierten Blutzucker aufwiesen, eine zusätzliche Therapie: Die Patienten
unter Metformin (n=379) bekamen zusätzlich entweder ein Sulfonylharnstoffpräparat
oder Rosiglitazon, die Patienten, die vorher einen Sulfonylharnstoff (n=380)
erhalten hatten, entweder Metformin oder Rosiglitazon.
Nach
dem Zeitraum von 12 Monaten konnte man anhand einer 24-h-Blutdruckmessung eine
signifikant höhere Senkung des diastolischen Blutdrucks feststellen, wenn
Rosiglitazon kombiert wurde (im Vergleich zu Sulfonylharnstoffen -2,02 mmHg,
im Vergleich zu Metformin -3,17 mmHg). Der systolische Blutdruck wurde in vergleichbarer
Weise gesenkt.
In einer weiteren Studie (Rosiglitazone Added to Metformin Reduces Urinary Albuminury/Creatinine
Ratio and Ambulatory Blood Pressure in Subjects with Mikroalbuminuria and Type
2 Diabetes) wurden 389 Patienten nach einer mindestens vierwöchigen Behandlung
mit Metformin randomisiert und erhielten zusätzlich entweder Rosiglitazon
oder Glyburid. In Kombination mit Metformin kam es unter der Behandlung mit
Rosiglitazon zu einer signifikanten Senkung der UACR (urinary albumin/creatinine
ratio) von 22,8 %.
Bei
den Patienten, die zusätzlich mit Glyburid behandelt wurden, konnte die
UACR nur um 7,1 % reduziert werden. Auch in dieser Studie sanken die systolischen
und diastolischen Blutdruckwerte mit der Kombination aus Rosiglitazon und Metformin
stärker als mit Metformin und Glyburid. Die Behandlung war gut verträglich.
In der mit Glyburid behandelten Gruppe traten Hypoglykämien etwas häufiger
auf (12,4 vs. 1,0 %).
©
Medical Tribune-Online Schweiz, pg
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