München, den 1. September 2008
Kardiologische Hausaufgaben sorgfältig gemacht…
Deutsche Ärzte super in der Herzinsuffizienz-Therapie
Nach langjähriger Ärzteschelte wird es nun Zeit für erfreuliche Nachrichten: In der Pharmakotherapie der Herzinsuffizienz bekommen deutsche Kollegen inzwischen recht gute Noten.
In einer Studie des Deutschen Kompetenznetzes Herzinsuffizienz hatte man Daten von 2333 Patienten mit systolischer Herzinsuffizienz (EF < 46%) analysiert. Dabei errechnete man einen Guideline Adherence Indicator für Betablocker, ACE-Hemmer/AT1-Blocker und Aldosterinantagonisten (GAI-3) gestaffelt nach NYHA-Klassen, wie Dr. Christian Zugck von der Universität Heidelberg und Kollegen beim ESC-Kongress in ihrem Poster berichteten.
Bei den NYHA-Klassen I und II lag der GAI-3 bei 94% bzw. 92%, Patienten der NYHA-Klassen III und IV wiesen immerhin noch einen Index von 85% auf. Der GAI-5, der die zusätzliche Verordnung von Diuretika und Herzglykosiden einbezog, lag zwischen 72% und 94%. Dies bedeutet einen starken Anstieg der Leitlinientreue im Vergleich zu früheren Studien, unterstrichen die Autoren. CG
Die Overnight Reportagen vom Jahreskongress der ESC können wir dank der freundlichen Unterstützung im Sinne des unrestricted educational grant von Servier/Procoralan® realisieren.
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