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München, den 3. September 2008
Neue Studie: Treppensteigen statt Liftfahren macht schlank, hält fit und reduziert die Risikofakturen
Wer regelmässig Treppen steigt anstatt den Lift zu nehmen, verbessert nicht nur seine Fitness, sondern verringert Hüftumfang, Körpergewicht, Fettanteil am Gewebe (fat mass?), diastolischen Blutdruck und LDL-Cholesterin. Das sind die Ergebnisse einer Studie der Universität Genf, die am Europäischen Kardiologenkongress in München vorgestellt wurde, heisst es in einer Pressemitteilung.
Nachdem sich nur jeder zweite Europäer an die Expertenempfehlung hält, mindestens 5 mal pro Woche mindestens 30 Minuten moderate aerobische Bewegung zu machen, versuchten die Genfer Mediziner um Studienautor Dr. Phillipe Meyerdie Bewegung in den Berufsalltag zu integrieren. 77 Mitarbeiter der Universität Genf mit einem bewegungsarmen Lebensstil – definiert als weniger als zwei Stunden Bewegung pro Woche oder das Überwinden von mindestens zehn Stockwerken zu Fuss pro Tag – mussten zu Studienzwecken zwölf Wochen lang auf den Lift verzichten und Treppen steigen.
Die Zahl der zu Fuss überwundenen Stockwerke stieg von zuvor 5 auf 23, und nach 12 Wochen hatte sich bei den 69 Teilnehmern, die bis zum Ende durchgehalten hatten, die Sauerstoffaufnahme (VO2, Massstab der aerobischen Leistungsfähigkeit) um durchschnittlich 8,6 Prozent erhöht. Eine durchschnittliche Erhöhung der aerobischen Kapazität 3,2 ml/kg/min entspricht etwa einem so genannten metabolischen Equivalent und einer 15prozentigen Verringerung des Sterblichkeitsrisikos.
Ausserdem verringerte sich der Hüftumfang der Studienteilnehmer um durchschnittlich 1,8%, das Gewicht um 0,7%, die Fettmasse um 1,7%, der diastolische Blutdruck um 2,3% und das LDL-Cholesterin um 3,9%. „Treppensteigen am Arbeitsplatz kann also eine hohe Bedeutung für die öffentliche Gesundheit haben", folgert Studienautor Dr. Meyer.
Die Overnight Reportagen vom Jahreskongress der ESC können wir dank der freundlichen Unterstützung im Sinne eines unrestricted educational grant von Servier/Procoralan® realisieren.
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