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München, den 2. September 2008
ATHENA – Meilenseinstudie bei Vorhofflimmern
Dronedaron verhindert jeden dritten Schlaganfall
Bei Patienten mit Vorhofflimmern oder -flattern senkt die Therapie mit dem Typ-III-Antiarrhythmikum Dronedaron das Schlaganfallrisiko signifikant um 34% (p = 027), so das Ergebnis der ATHENA-Studie. Dronedaron ist damit das erste Antiarrhythmikum für das eine Reduktion der Schlaganfallrate bei Vorhofflimmern belegt werden konnte, betonte ATHENA-Studienleiter Prof. Stuart J. Connolly, Hamilton/Kanada.
ATHENA, die größte doppelblinde randomisierte Studie bei Vorhofflimmern, schloss 4.628 Patienten ein. Sie erhielten zusätzlich zur Standardtherapie entweder zweimal täglich 400 mg Dronedaron oder Placebo, mit einem maximalen Follow-up bis zu 30 Monaten. Der primäre Studienendpunkt, die Kombination aus kardiovaskulärer Hospitalisierung oder Tod jeglicher Ursache, wurde durch Dronedaron signifikant um 24% gesenkt (p < 0,001). Zudem reduzierte das Typ-III-Antiarrhythmikum die kardiovaskuläre Sterblichkeit um 29% und das Risiko für Tod durch Arrhythmie um 45% (beide signifikant mit p = 0,03 bzw. p = 0,01).
Die Gesamtmortalität nahm um 16% ab. Die Schlaganfallreduktion um 34% bestätigt jetzt erneut den hohen Nutzen von Dronedaron bei Vorhofflimmern.
Dabei war der Schlaganfallschutz unabhängig vom antithrombotischen Management: 60% der Patienten hatten eine orale Antikoagulation erhalten, zum Teil kombiniert mit einer plättchenhemmenden Therapie, 33% ausschließlich einen Thrombozyten-Aggregationshemmer und bei 8% war keine antithrombotische Behandlung erfolgt. Dronedaraon senkte das Schlaganfallrisiko in allen Subgruppen in vergleichbarem Ausmaß. Bei besonders hohem Schlaganfallrisiko (CHADS2 ≥ 2) war der Schlaganfallschutz mit Dronedaron besonders ausgeprägt.
ESC-Hotline-Session, Mittwoch 3. September 2008. Präsentation von Prof. Stuart J. Connolly, Hamilton/Kanada.
Die Overnight Reportagen vom Jahreskongress der ESC können wir dank der freundlichen Unterstützung im Sinne eines unrestricted educational grant von Servier/Procoralan® realisieren.
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