Berlin, .Oktober 2008
Neues zum IgG-Antikörper bei schwerem Asthma
Asthmaexazerbationen auch in Subgruppen vermindert
BERLIN – Bei schwerem persistierendem allergischem Asthma trotz täglicher Anwendung hoch dosierter inhalativer Kortikosteroide und langwirkender Beta2-Agonisten ist der humanisierte monoklonale IgE-Antikörper Omalizumab ab einem Alter von 12 Jahren indiziert, um die Häufigkeit von Asthmaexazerbationen zu senken. Am 18. Jahreskongress der European Respiratory Society wurden Studien vorgestellt, die speziell bei Jugendlichen und bei Rauchern die Wirkung des Antikörpers untersuchten.
Die Studie von Dr. Bob Lanier, Lanier Education and Research Networtk in Fort Worth, poolte die Daten von fünf randomisierten doppelblinden plazebokontrollierten Phase-III-Studien, um zu prüfen, ob bei Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren Omalizumab die Exazerbationsrate ebenso deutlich senkt wie bei Erwachsenen. Diese Gruppe war deutlich kleiner als die der Erwachsenen, mit 145 Patienten bis 17 Jahren und über 2000 Patienten ab 18 Jahren.
Die demographischen Charakteristika waren ansonsten vergleichbar mit Ausnahme der Raucheranamnese, Gebrauch von Asthmamedikamenten und dem IgE-Ausgangsspiegel im Serum.
Der Effekt auf die Senkung der Asthmaexazerbationsrate war bei den Jugendlichen sogar eher stärker ausgeprägt als bei Erwachsenen. Die bis 17-Jährigen erlebten 0,31 Exazerbationen pro Jahr, die Erwachsenen 0,41.
Rauchen ist ein bekannter Grund für häufigere Asthmaexazerbationen. Professor Dr. David Price, Universität von Aberdeen, interessierte sich für die Frage, ob die Rauchsituation (kein Raucher oder früherer Raucher) einen Einfluss auf das Resultat einer Omalizumab-Therapie hat. Hierzu zog er ebenfalls die Daten der fünf erwähnten Phase-III-Studien heran. Primärer Endpunkt war die Rate an Exazerbationen nach 24-wöchiger Therapie, sekundärer Endpunkt die Exazerbationsrate nach 52 Wochen Therapie. Das Resultat: Bei Ex-Rauchern und bei Nie-Rauchern war die Senkung der Exazerbationsrate durch Omalizumab vergleichbar deutlich und signifikant besser als unter Plazebo. Auch Raucher erlebten eine signifikante Senkung der Exazerbationsraten unter Omalizumab verglichen mit Plazebo. Zwar hat aktuelles Rauchen unter der Therapie einen Effekt auf das Behandlungsergebnis, das etwas schlechter ausfiel als bei Ex- oder Nichtrauchern, dieser Effekt sei jedoch klein, schloss Professor Price.
UNo
Die Overnight Reportagen vom Jahreskongress der ERS können wir dank der freundlichen Unterstützung im Sinne des unrestricted educational grant von Boehringer Ingelheim (Schweiz) realisieren.
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