Berlin, 9. Oktober 2008
Luftverschmutzung und Asthma Der Dreck vor der Haustüre
macht’s aus
BERLIN – Während des letzten Jahrzehnts wurde die Luftverschmutzung zu einem immer grösseren Thema in vielen verschiedenen Gesundheitsfragen. Studien haben zeigen können, dass Kinder, die an verkehrsreichen Strassen aufwachsen, ein deutlich gesteigertes Risiko aufweisen, ein Asthma zu entwickeln. Wie sieht die Situation nun aber für Erwachsene aus?
Eine schwedische Follow-up-Studie um Dr. Lars Moding, Umeå University, Schweden, untersuchte den Zusammenhang zwischen Luftschadstoffen und der Entwicklung von adultem Asthma. Daten der Studienteilnehmer wurden neun bis zehn Jahre nach Studienbeginn zum zweiten Mal erhoben. Um die Luftverschmutzung messen zu können, behalfen sich die Autoren meteorologischer Dispersionsmodellen. Die Modelle hielten sich an die Werte des Stickstoffdioxids (NO2), was als Indikator für die verkehrsabhängige Luftverschmutzung gilt.
Insgesamt wurden etwa 4000 Erwachsene in die Studie eingeschlossen, wovon 107 neu ein Asthma entwickelten. Die Analyse ergab, dass ein Mehr von 10 μg/m3 NO2 vor der Haustüre das Risiko, an Asthma zu erkranken, um 43 % steigert. Dieses Resultat war statistisch signifikant.
Dieses Ergebnis ist wichtig, denn es zeigt, dass nicht nur Kinder, die einer hohen Luftverschmutzung ausgesetzt sind, ein erhöhtes Asthma-Risiko aufweisen, sondern auch Erwachsene. np
Die Overnight Reportagen vom Jahreskongress der ERS können wir dank der freundlichen Unterstützung im Sinne des unrestricted educational grant von Boehringer Ingelheim (Schweiz) realisieren.
» zurück zur Inhaltsseite
» zurück zur Homepage
|