Neue Studie zeigt
Rimonabant kann die Progression von Herzkrankheiten verlangsamen
CHICAGO - Der Zusammenhang zwischen abdominaler Adipositas und Herzkrankheiten ist durch Studien hinlänglich bekannt. Jetzt wollte man wissen, wie Rimonabant bei diesem Patientengut an den Koronarien wirkt. Jetzt wurde an der 57. Jahresversammlung des American College of Cardiology die STRADIVARIUS-Studie* von Professor Dr. Steven Nissen, Cleveland** vorgestellt.
In die randomisierte STRADIVARIUS-Studie wurden 839 Patienten in 112 Zentren in Nord-Amerika, Australien und Europa aufgenommen. Sie erhielten entweder Rimonabant oder Plazebo. Mittels intravaskulärem Ultraschall (IVUS) wurde die Progression der Gefässerkrankung verfolgt. Mit der IVUS-Technik kann man die Plaquebildung im koronaren Gefäss direkt beobachten.
Die Patienten in der Verum-Gruppe verloren im Schnitt während der Studie 4,5 kg an Gewicht und 4,8 cm an Bauchumfang. Das HDL stieg um 22,4%, die Triglyzeride sanken um 20% und das CRP (C-reaktives Protein) um 50%.
Nach 18 Behandlungsmonaten ergab sich mit Rimonabant 20mg eine nichtsignifikante Änderung des relativen Atheromvolumens (PAV), dem primären Endpunkt (0,25% vs. 0,51%; p=0,22). Allerdings war die Veränderung des normalisierten gesamten Atheromvolumens (TAV) signifikant (-2,2mm³ vs. 0,9mm³), was auf einen Rückgang der Atherosklerose für die Gabe von 20mg Rimonabant hinweist.
Das bedeutet, dass Rimonabant das Potenzial hat, die Plaquebildung in den Koronarien zu reduzieren, was jetzt in weiteren Studien untersucht werden muss.
Rimonabant hemmt den cannabinoiden Typ 1-Rezeptor (CB1).
*The Strategy to Reduce Atherosclerosis Development Involving Administration of Rimonabant - the Intravascular Ultrasound Study
**Chairman, Department of Cardiovascular Medicine, Cleveland Clinic
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