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Overnight Report vom 17. Jahreskongress der European Respiratory Society


STOCKHOLM, 18. September 2007

COPD: Direktvergleich zweier etablierter Behandlungsstrategien

Die erste Studie, welche ein antientzündliches Regime mit einer bronchodilatierenden Substanz bei chronisch obstruktiver pulmonaler Lungenkrankheit (COPD) vergleicht, wurde von Professor Dr. Richard Stockley, Universitätsklinik in Birmingham/UK, am 17. Jahreskongress der European Respiratory Society präsentiert. Eingeschlossen waren Patienten mit schwerer COPD.

INSPIRE ist die dritte prospektive Studie nach TORCH und OPTIMAL, welche wichtige Behandlungsmethoden bei COPD kontrolliert untersuchen. Die INSPIRE-Studie verglich die Kombination Salmeterol/Fluticason mit Tiotropium (das noch nicht in Kombinationstherapien etabliert ist). 1323 Patienten mit schwerer COPD (FEV1 unter 40% des erwarteten Wertes) wurden einem der beiden Arme zugeordnet und über zwei Jahre beobachtet. Alle erhielten jeweils ein Verum und einen Dummy-Inhaler, sowohl Patienten als auch Behandler waren verblindet. Die Arbeitsgruppe wollte vergleichen, mit welchem Regime behandlungsbedürftige Exazerbationen besser verhindert werden. Sekundäre Endpunkte waren der Allgemeinzustand, die Abbruchraten und das Überleben.

Im primären Endpunkt erwiesen sich die beiden Behandlungsschemata als ebenbürtig. Der Allgemeinzustand, die Abbruchraten und das Überleben fielen allerdings im Arm mit Salmeterol/Fluticason signifikant günstiger aus. Den Untersuchern war es bezüglich der Mortalität wichtig zu betonen, dass nicht in der Tiotropium-Gruppe mehr Todesfälle eingetreten waren, sondern in der Kombinationsgruppe weniger als erwartet.

In der Gruppe mit der Kombinationstherapie lag die Rate an kardialen Todesfällen niedriger als unter Tiotropium. Da die Studie allerdings statistisch nicht dafür konzipiert war, die Mortalität zu vergleichen, müsste diese Frage durch weitere Studien geklärt werden – immerhin handelt es sich dabei für den Patienten für einen zentralen Endpunkt. Bei den übrigen unerwünschten Wirkungen war die Inzidenz von Pneumonien im SF-Arm höher (5 vs. 3%), auch Candidiasis wurde unter der Kombination häufiger berichtet (6 vs. 3%). UNo

Ergebnis von INSPIRE, primärer Endpunkt: Exazerbationen pro Jahr: TIO (n=665): 1,32 / SFC (n=658): 1,28. p = 0,656 (n.s.)





 
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