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Overnuight Report vom 17. Jahreskongress der European Respiratory Society


STOCKHOLM, 20. September 2007

Asiatisches Verkehrschaos: Mukolytikum hilft

Indische Grossstädte sind ein exzellentes Testfeld, um oxidativen Stress im Zusammenhang mit Luftverschmutzung zu testen – und auch mögliche Massnahmen dagegen. Dr. Sundeep Salvi aus Pune (Poona) in Indien legte eine plazebokontrollierte randomisierte Doppelblindstudie vor zur Frage, ob N-Acetylcystein den oxidativen Stress in der Lunge bei indischen Busfahrern reduzieren kann – und ob es gleichzeitig auch die Lungenkapazität verbessert.

Schadstoffe in der Luft können zur Bildung reaktiver Sauerstoffspezies führen. Diese wiederum schädigen die Lunge.

Ein Indikator für einen erhöhten oxidativen Stress ist der Spiegel an ausgeatmeten Kohlenmonoxid, argumentierte die Arbeitsgruppe. Um die antioxidative Wirkung von N-Acetylcystein zu prüfen, erhielten 71 männliche Busfahrer, alle Nichtraucher (18-60 Jahre alt), entweder 600 mg N-AC (n=25), 1200 mg N-AC (n=25) oder Plazebo (n=21) täglich über vier Wochen. Zu Studienbeginn, zwei und vier Wochen nach Studienbeginn und vier Wochen nach Studienende wurden die ausgeatmeten CO-Konzentrationen ermittelt. Spirometrisch wurden die Busfahrer gemäss der Richtlinien der American Thoracic Society und der European Respiratory Society zu Studienbeginn und vier Wochen nach Ende der Medikation untersucht.

Während die CO-Konzentration in der Ausatemluft in der Plazebogruppe nicht signifikant abnahm, betrug das Signifikanzniveau für die Abnahme unter 600 mg NAC und unter 1200 NAC < 0,0001 am Ende der Medikationsphase. Die CO-Konzentration fiel unter 600 mg NAC von 3,39 auf 2,78 mg/Tag und unter 1200 mg NAC von 3,34 auf 2,11 mg/Tag. Auch über die folgenden vier Wochen blieb noch ein Unterschied zum Ausgangswert erhalten, wobei die CO-Spiegel allmählich wieder anstiegen.

Die forcierte Einsekundenkapazität und die Vitalkapazität veränderten sich unter Plazebo und unter der 600-mg-Medikation nicht signifikant. Unter der höheren NAC-Dosierung stieg die forcierte Einsekundenkapazität dagegen um 84 ml an (p=0,02) und die Vitalkapazität um 124 ml (p=0,03).

Die Autoren schliessen: Weil NAC in den Dosierungen 600 und 1200 mg den oxidativen Stress bei Personen mit einer hohen Schadstoffbelastung reduziert und weil unter der höheren Dosierung sogar eine Verbesserung der Lungenfunktion eintreten kann, könnte die Supplementierung von NAC eine nützliche Intervention sein, um die oxidativ vermittelten schädlichen Effekte von Luftschadstoffen bei hochbelasteten Menschen zu verringern. UNo





 
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