Overnight Report vom 17. Jahreskongress der European Respiratory Society
STOCKHOLM, 19. September 2007
Berner Forscher geehrt
Professor Frey erhält den Roman Pauwels Research Award
Der Berner Professor für Pädiatrische Pulmonologie, Prof. Urs Frey, wurde am 17. Jahreskongress der European Respiratory Society mit einem Forschungspreis geehrt. Er ist mit 50 000 € dotiert. Ins Leben gerufen zur Erinnerung an Prof. Romain Pauwels und von GlaxoSmithKline gesponsert, hat dieser Preis das Ziel, eine neue Generation von Forschern in wegweisenden klinischen Arbeiten im Bereich häufiger Atemwegskrankheiten zu unterstützen.
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Professor Urs Frey
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Der 42-jährige studierte in Bern Medizin. Seine weitere Laufbahn umfasst die Stationen Boston, London und Leicester. Einen PhD-Grad erwarb er sich in Medizinischer Physik und Biomedizinischen Ingenieurswissenschaften.
Sein Interesse gilt mathematischen Fragen, die für biologische Prozesse relevant sein können. Zur Chaostheorie in biologischen Systemen publizierte er mit seinen Mitarbeitern 2005 einen Beitrag in Nature.
Er stellte ein neues Konzept für Asthma vor, indem er zeigte, dass Asthma als Beispiel einer chronischen Krankheit als dynamischer Regulationsprozess gesehen werden kann. Nach diesem Modell folgen Asthma-Exazerbationen nicht dem einfachen linearen Modell folgen, das man bisher für plausibel hielt: Ein Trigger löst eine Entzündung aus, diese wiederum eine Hyperreaktivität der Bronchien und das führt zu Symptomen. Vielmehr unterliegt die asthmatische Reaktion Fluktuationen und einem „Memory-Effekt“, der sich in fraktalen Reaktionsweisen auswirken kann.
Prof. Frey bildet nicht nur Studenten und Assistenten aus, sondern zieht auch Postdoc-Mitarbeiter an, viele von ihnen aus Übersee. Man darf also sagen: Bern steht im Augenblick in einem Fokus der respiratorischen Welt. UNo
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