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Overnight Report vom Jahrestreffen der European Respiratory Society (ERS)


STOCKHOLM, 18. September 2007

Droge Arzt verbessert das Behandlungsergebnis bei Asthma signifikant

Nicht aus Nettigkeit sollten Arzt oder Ärztin sich um eine effektive Patientenkommunikation bemühen, sondern weil gute ärztliche Kommunikation das Behandlungsergebnis verbessert. Das ist das Ergebnis der ersten Studie, welche die Arzt-Patienten-Kommunikation mit klinischen Resultate bei Asthma korrelierte.

Professor Dr. Noreen M. Clark, Center for Management of Chronic Disease in Ann Arbor, Michigan, präsentierte ihre Studienergebnisse am 17. Jahreskongress der European Respiratory Society. Sie fand einen Riesenfundus an Studien, welche die Arzt-Patienten-Kommunikation unter der Lupe nehmen, aber keine einzige, die überprüft, ob das Behandlungsergebnis und die Zufriedenheit des Patienten etwas miteinander zu tun haben.

Aus den vorhandenen Studien destillierte sie 10 Faktoren der ärztlichen Kommunikation, die bei den Patienten positiv „ankommen“. Diese Faktoren korrelierte sie mit klinischen Parametern für die Asthma-Schwere und mit der Beanspruchung von Gesundheitsdienstleistungen.

Allerdings wurden in ihrer Studie nicht die Patienten selbst – bei denen es sich um Kinder von 1 bis 12 Jahren handelte – sondern ihre Eltern befragt. Die Studie fand in zehn Städten statt, beteiligte rund 50 Ärzte und 500 Patienten. Praxisbesuche waren umso seltener notwendig, je mehr der behandelnde Arzt eine interaktive, Patient und seine Eltern einbeziehende Kommunikation praktizierte, je besser er kurzfristige Ziele vereinbarte und je mehr er dem Patienten bzw. seinen Eltern Kriterien an die Hand gab, um selbst mit zu entscheiden.

Je klarer ein langfristiger Behandlungsplan kommuniziert wurde, desto seltener waren ungeplante Besuche in der Praxis und Besuche in der Notfallabteilung notwendig und desto seltener wurden die Patienten hospitalisiert. Je eher die Patienten das Gefühl hatten, die Therapie nimmt auf ihren individuellen Tagesablauf Rücksicht, desto seltener waren Besuche in der Notfallabteilung.

Die Kommunikationsstrategien, des Arztes, welche die Patienten/Eltern mit einer hohen Betreuungsqualität assoziierten, sagten ein besseres Behandlungsergebnis voraus. Die beste Strategie ist es, dem Patienten ein Licht am Ende des Tunnels zu zeigen, also einen klaren Langzeitplan aufzustellen. Wichtig ist vor allem auch, dass Patient/Eltern das Gefühl haben, der Arzt habe ihre Ängste und Befürchtungen wahrgenommen und angesprochen.

Eine ebenfalls aktuelle Studie der Referentin zeigte: Diese Kommunikationsstrategien können Ärzte tatsächlich lernen. Mehr Zeit in der Sprechstunden erfordern sie nicht. UNo





 
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