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Overnight Report von der 44. Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft


DRESDEN, 30. April 2007

Sonnenschutz: Was tut sich aktuell?

Bei strahlendem Dresdner Sonnenschein gab Professor Dr. Herbert Hönigsmann, Wien, einen Überblick, was Dermatologen und andere Ärzte über die aktuellen Bemühungen auf dem Gebiet des Sonnenschutzes wissen sollten. Beispielsweise ist eine DNS-Reparaturcreme zum Auftragen nach dem Sonnenbad bereits nahezu greifbar. Beim oral aufgebauten Haut-Eigenschutz tat sich auch etwa, sowie beim textilen Sonnenschutz.

Natürlich hat die Haut einen Eigenschutz – die Bräunung. Man kann ihn durch Solarienbesuche steigern, der Erfolg bleibt aber dürftig: Zehn Solarienbesuche steigern den Eigenschutz um 50%, das ist ein Lichtschutzfaktor von 1,5. Einen solchen leichten Schutz können auch Selbstbräuner bieten.

Gewünscht wird ein wesentlich höherer Lichtschhutzfaktor (LSF): „Der Trend geht zum Lichtschutzfaktor 500; im Augenblick sind Produkte mit LSF 60 zu haben“, so Prof. Hönigsmann. Aber ist das überhaupt sinnvoll? „Es gibt keinen Ort auf der Welt, an dem man mehr als einer 30-fachen Erythemdosis ausgesetzt wäre“, so der Experte. Ein Problem besteht aber darin, dass der Anwender den Lichtschutz nicht so aufträgt, wie er geprüft wird. Üblicherweise cremt er sich nur ein Viertel so dick ein, sodass der LSF 30 tatsächlich nur ein LSF 7-8 darstellt. Der Wiener wünscht sich daher ein Prüfverfahren, das sich an die Gewohnheiten der Konsumenten adaptiert, nicht umgekehrt.

Ohnehin haben Dermatologen ein Problem damit, dass der Lichtschutzfaktor zwar einen Sonnenbrandschutz bietet, aber nicht parallel dazu auch einen DNS-Schutz, einen Anti-Aging-Schutz, einen Schutz vor Hautkrebs usw. Bei einem reinen UVB-Schutz des Faktors 10 erhält man eine zehnmal höhere Dosis UVA-Strahlen, als wenn man sich ohne Lichtschutz bis zum Sonnenbrand sonnt.

Die UVA-Strahlen sind für Photodermatosen verantwortlich. Im Jahr 2007 wurde eine Testmethode zur Bestimmung des UVA-Schutzes etabliert, die noch schwierig ist. Der UVA- zu UVB-Schutz sollte 1:3 betragen.

Oral zuführbarer Sonnenschutz, vor allem auf Basis von Antioxidanzien, bietet etwa einen Lichtschutzfaktor 2 und reduzierte die Entwicklung von Melanomen, nicht jedoch die von Nichtmelanomen. Ein in Deutschland neu auf den Markt gekommener Farnextrakt mit antioxidativer und immunprotektiver Wirkung bietet einen Schutz von etwa LSF 3.

„Wichtig ist nach wie vor textiler Sonnenschutz“, betont Prof. Hönigsmann. Normale Baumwollkleidung bietet einen Schutz des Faktors 3. Ein neues Produkt von CIBA lässt sich in die Kleidung einwaschen. Der LSF erhöht sich dadurch auf etwa 25. Die Zukunft liegt in liposomalen Aufbereitungen von DNS-Reparaturenzymen, die nach dem Sonnenbad aufgetragen werden. Geprüft werden Oligonukleotide wie auch das alpha-Melanozytenstimulierende Hormon. UNo





 
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