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Overnight Report von der 44. Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft


DRESDEN, 30. April 2007

Atopisches Ekzem: Ohne Basistherapie geht nichts

Die aktuellen Fortschritte bei atopischem Ekzem betreffen vor allem pathogenetische Erkenntnisse. Heute stehen nicht mehr immunologisch fehlgeleitete Prozesse im Vordergrund, sondern genetische Untersuchungen zeigen auch, dass eindeutig die Hautbarriere gestört ist. Die Basistherapie, welche die Hautbarriere unterstützt, ist daher die absolut unverzichtbare Grundlage der Neurodermitis-Therapie, betonte Dr. W. Aberer, Graz.

Eine Mutation im sogenannten Filaggrin-Gen und Polymorphismen von Enzymen, die entscheidend für eine funktionierende Hautbarriere gesehen werden, bewirken insgesamt die bekannte Hauttrockenheit der Neurodermitiker-Haut und die weniger effektive Hautbarriere. Damit steigt die Infektions- und Allergieanfälligkeit der Haut. Stoffwechselprodukte von Milben und Staphylococcus aureus tun ein Übriges, um die Barriere zu unterminieren, und besonders bei Befall von Kopf, Hals und Nacken trägt der Pilz Malassezia furfur zur Barriereschädigung bei. Emollienzien sind daher als Grundlagentherapie der wichtigste Beitrag. Auch wenn Keime eine Rolle spielen, gibt es „null Stellenwert für topische Antibiotika“, betonte Dr. Aberer. Eine antimikrobielle Therapie kommt nur bei Superinfektion in Frage.

Für die weitere Behandlung existieren verschiedene Stufenschemata. Für Kortikoide gibt es nach wie vor gute Gründe. Heute sollten sie nur noch einmal am Tag eingesetzt werden. Immer bedacht werden muss hier, dass Kortikoide die Barrierestörung noch aggravieren – im Gegensatz zu den Calcineurininhibitoren (Pimecrolimus, Tacrolimus). Aberer sähe sie am liebsten als First-Line-Therapie, auch wegen ihrer guten Sicherheit, aber das deckt sich im Augenblick nicht mit den Leitlinien. UNo





 
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