Overnight Report vom Jahrestreffen der American Society of Clinical Oncology 2007
CHICAGO, 5. Juni 2007
Trotz Mammographie: Selbstuntersuchung am erfolgreichsten
Auch bei Frauen, die sich regelmässig mammographieren lassen, ist die Selbstuntersuchung der Brust die Methode, die am häufigsten ein Mammakarzinom aufdeckt, fand Dr. Allan Rosenberg, East Carolina University in Greenville.
Die Selbstuntersuchung der Brust wird zuweilen diskutiert und ihr Sinn hinterfragt, weil sie zwar Hinweise auf ein Mammakarzinom geben kann, aber auch möglicherweise zahlreiche unnötige diagnostische Prozeduren nach sich ziehen kann.
Ob auch im Zeitalter der Screening-Mammographie das Abtasten der Brust empfohlen werden kann, wollte die amerikanische Arbeitsgruppe genauer wissen. Sie stellte ihre Ergebnisse am 43. Jahrestreffen der American Society of Clinical Oncology vor.
Ein Malignom der Brust wurde bei 16% der Frauen zuerst im Mammogramm entdeckt, durch die klinische Untersuchung des Arztes in 9%, durch den Lebensgefährten in 2%. 75% der Frauen hatten den Tumor beim Abtasten bemerkt. Von den 35 Frauen, die angaben, regelmässig am Mammographie-Screening teilgenommen zu haben, fanden ebenfalls 77% den Tumor zuerst durch Abtasten. Allerdings ist nach wie vor der Tumor noch kleiner, wenn er mammographisch nachgewiesen wird. Die Mammographie ist und bleibt sinnvoll, das Selbstabtasten ebenfalls. UNo
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