Overnight Report vom Jahrestreffen der American Society of Clinical Oncology 2007
CHICAGO, 12. Juni 2007
Overnight Report vom Jahrestreffen der American Society of Clinical Oncology 2007
Als eine der wichtigsten Studien zu fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs bezeichnete Dr. Hyman B. Muss, Universität von Vermont, anlässlich einer „Highlight“-Session am Kongress der American Society for Clinical Oncology den sogenannten Anglo-Celtic-Trial. Paclitaxel wöchentlich war mit Paclitaxel alle drei Wochen verglichen worden.
Die Studie hatte Dr. Mark Verrill im Namen der Anlgo-Celtic Cooperative Oncology Group am Kongress präsentiert. Eingeschlossen wurden 278 Frauen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs. Sie erhielten Paclitaxel in gleicher Dosis entweder einmal pro Woche oder jede dritte Woche, denn bisherige Studien hatten die Frage offen gelassen, welches Schema vorzuziehen sei. Die meisten Frauen hatten bereits vor Studienbeginn eine Chemotherapie erhalten, aber kein Taxan. Trastuzumab hatten 22% der Frauen im dreiwöchigen Protokoll, 29% im wöchentlichen Protokoll erhalten.
Die Ansprechrate betrug unter wöchentlicher Paclitaxel-Anwendung 43%, unter dreiwöchentlicher Anwendung 27% bei hochsignifikantem Niveau für p (0,002). Die mittlere Zeit bis zum Fortschreiten wurde mit 24 bzw. 22 Wochen ermittelt, ohne signifikanten Unterschied, und auch das Gesamtüberleben unterschied sich nicht. Im Hinblick auf Nebenwirkungen ergaben sich keine signifikanten Unterschiede. Die Daten zur Lebensqualität werden noch analysiert. Dr. Muss äusserte in seiner Diskussion der Studie anlässlich der Highlight-Session, dass sich jetzt die wöchentliche Anwendung von Paclitaxel als das bevorzugte Protokoll abzeichnet. UNo
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