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Overnight Report vom Jahrestreffen der American Society of Clinical Oncology 2007


CHICAGO, 6. Juni 2007

Maligner Aszites bei Eierstockkrebs

Innovative Antikörper-Behandlung für schwerkranke Frauen

Intraperitoneale Infusionen des trifunktionalen Antikörpers Catumaxomab an vier Tagen (Tag 0, 3, 7 und 10) in zunehmenden Dosen haben sich bei Patientinnen mit malignem Aszites als wirksame Behandlungsform erwiesen. Die Ergebnisse einer Phase-II/III-Studie wurden am ASCO-Jahreskongress 2007 von Markus Heiss, Klinikum Köln-Merheim, Deutschland, vorgestellt.

Im Rahmen der Studie erhielten 129 Patientinnen mit Eierstockkrebs und rezidivierendem symptomatischem malignem Aszites entweder intraperitoneale Antikörperinfusionen nach den Parazentesen (85 Frauen) oder nur Parazentesen (44 Frauen in der Kontrollgruppe).

Durch die Antikörperbehandlung konnte die mediane punkturfreie Überlebenszeit (Zeit bis nach der Therapie wieder eine Parazentese nötig wurde oder bis die Patientin starb) signifikant von 11 Tagen (Kontrollgruppe) auf 52 Tage verlängert werden (p<0,0001). Die Tumorzellzahl nahm im Aszites ab, die Leukozytenzahl zu. Die häufigsten Nebenwirkungen (Fieber, Übelkeit, Erbrechen) waren auf die Freisetzung von Zytokinen zurückzuführen und standen mit dem Wirkungsmechanismus des Antikörpers in Zusammenhang.

Der trifunktionale Antikörper Catumaxomab bewirkt eine komplexe, gegen den Tumor gerichtete Immunantwort mit Zerstörung der Tumorzellen. Der eine kurze Arm des Antikörpers ist gegen das von vielen epithelialen Tumoren überexprimierte Oberflächenantigen EpCAM (Epithelial Cell Adhesion Molecule) gerichtet und bindet sich an Tumorzellen. Der andere kurze Arm erkennt T-Zellen. Zusätzlich aktiviert der Stiel des Antikörpers (Fc-Teil) akzessorische Immunzellen wie Makrophagen, dendritische Zellen und natürliche Killerzellen. (Abstract 5520) Alfred Lienhard





 
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