Overnight Report vom Jahrestreffen der American Society of Clinical Oncology 2007
CHICAGO, 5. Juni 2007
Interferon bei Melanom: Vier Wochen könnten reichen
Dr. Helen Gogas, Athen, prüfte als Leiterin der Hellenic Cooperative Oncology Group Interferon-alpha2b in zwei grundverschiedenen Behandlungsschemata: einmal über einen Monat und einmal über ein Jahr. Beides erbrachte vergleichbare Ergebnisse, sodass die Arbeitsgruppe ihre Hypothese bestätigt findet: Die deutlich kürzere Behandlung ist der längeren Behandlung nicht unterlegen.
Frau Dr. Gogas präsentiert ihre bei 364 Patienten gewonnenen Ergebnisse am 43. Jahrestreffen der American Society for Clinical Oncology. Eingeschlossen wurden die Melanomstadien IIB, IIC und III. Die Behandlung wurde innerhalb von 8 Wochen nach kurativer chirurgischer Tumorentfernung eingeleitet. Das Studiendesign war auf Nicht-Inferiorität angelegt, die Studie war prospektiv und randomisiert. Die mittlere Nachbeobachtungsdauer betrug 51 Monate.
Die mittlere krankheitsfreie Zeit dauerte unter der vierwöchigen Behandlung 32 Monate, unter der 12-monatigen Behandlung 31 Monate; die mittlere Gesamtüberlebensdauer betrug 62 versus 63 Monate, ohne signifikanten Unterschied. 11 Patienten beendeten in der Kurztherapie die Behandlung vorzeitig, 54 im Arm mit der längeren Therapie (p<0,001). Die hämatologischen, neurologischen und das Befinden betreffenden Nebenwirkungen waren in der Gruppe mit der längeren Behandlung deutlicher ausgeprägt.
Die Behandlungsschemata sind noch im Fluss, wobei diese Studie neue Akzente setzen könnte. UNo
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