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Overnight Report vom Kongress der American Heart Association 2007


ORLANDO, 7. November 2007

ACE-Hemmer oder Sartan? Vergleich mit harten Endpunkten

Die Ziel sämtlicher blutdrucksenkender Bemühungen besteht darin, kardiovaskuläre Ereignisse zu verhindern. Deshalb kommt es bei einer Substanz oder Substanzgruppe nicht nur auf deren blutdrucksenkende Potenz an, sondern letzten Endes auf die Wirksamkeit bei den genannten Endpunkten. Eine japanische Studie verglich nun eine Therapie auf Candesartan-Basis mit einer auf Basis eines ACE-Hemmers.

Die bezüglich des Wirkstoffes nicht verblindete Studie, die Professor Dr. Hiroshi Kasanuki von der Universität Tokio am Jahrestreffen der American Heart Association vorlegte, schloss 2049 Probanden ein. Bei allen war angiographisch eine koronare Herzkrankheit dokumentiert. Nur die Endpunkte waren verblindet. Die Probanden wurden bis zu 5 Jahre nachbeobachtet. Zur Blutdrucksenkung erhielten sie randomisiert, aber unverblindet entweder ein Schema mit Candesartan ohne ACE-Hemmer oder ein Standardschema ohne Angiotensin-Rezeptorblocker. Der Zielblutdruck betrug 130/85 mmHg oder darunter.

Primärer Endpunkt war die Dauer bis zum ersten grösseren kardialen Ereignis. Der wesentliche sekundäre Endpunkt bestand in der Inzidenz einer kardiovaskulären Revaskularisation und der Diagnose eines neu aufgetretenen Diabetes mellitus. Während der mittleren Nachbeobachtungsdauer von 4,2 Jahren trat in der Candesartan-Gruppe bei 25,8% der Probanden der primäre Endpunkt ein, in der anderen Gruppe in 28,1%, entsprechend einer Risikoreduktion durch Candesartan von 11%, aber Signifikanz wurde nicht erreicht (p=0,19).

Innerhalb von 3 bis 6 Monaten nach Randomisierung lagen die Patienten, die Candesartan erhielten, bezüglich des primären Endpunktes jedoch signifikant im Vorteil (Risikoreduktion 45%, p=0,021). Beim sekundären Endpunkt wurde ein signifikanter Vorteil des Candesartans bei neu diagnostiziertem Diabetes gesehen (1,1% vs. 2,9%), bei medikamentenbezogenen Nebenwirkungen, speziell auch bei Husten, sowie bei Abbruch der Medikation. UNo





 
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