Overnight Report vom Jahreskongress der American Diabetes Association 2007
CHICAGO, 28. Juni 2007
Viele Missbildungen könnten verhindert werden
Mütterlicher Diabetes vor und während der Schwangerschaft ist mit einer Vielzahl von Geburtsdefekten assoziiert. Nach Angaben von Dr. Adolfo Correa aus Atlanta an der ADA-Jahrestagung ist das Risiko für 25 von 37 definierten Missbildungs-Kategorien signifikant um bis zum Fünffachen erhöht.
In ihrer Analyse von 9778 Fällen und 4086 Kontrollen zwischen 1997 und 2002 identifizierten die Forscher der Arbeitsgruppe um Dr. Correa auch verschiedene neue Zusammenhänge zwischen mütterlicher Diabetes-Erkrankung und Organdefekten. Kardiale Missbildungen, Gaumenspalten, Ösophagus- und Gallengangs-Atresie sowie anorektale und muskuloskelettale Missbildungen zählten dazu.
Die Geburtsdefekte wurden nahezu ausschliesslich bei Neugeborenen von bereits vor der Schwangerschaft adipösen Müttern registriert. Das bedeutet, gemäss der Schlussfolgerung der Forscher, dass mehr als 70% der Missbildungen bei den Neugeborenen durch effektives Screening und frühzeitige Erkennung und Behandlung des Diabetes bei Frauen im gebärfähigen Alter verhindert werden könnten.
BR
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