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Donnerstag, 17.05.2012     Medical Tribune Group





Overnight Report von der 74. Jahresversammlung der Schweizerischen Gesellschaft für Innere Medizin, Lausanne, Mai 2006


Lausanne, 12. Mai 2006

Aufmerksam beim Checkup

Wie asymptomatisch sind asymptomatische Patienten

Erhalten Patienten, die sich für einen Check-up oder einer routinemässigen Vorsorgeuntersuchug melden, nur das Routineprogramm, kann man leicht Krankheiten übersehen. Der Patient wird dann womöglich anderswo wieder ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Dr. S. Hunziker, Poliklinik des Universitätsspitals Basel, präsentierte auf Ihrem Poster eine Studie mit 67 "asymptomatischen" Patienten, die Anamnese und Labor erhielten, die über die geltenden Empfehlungen hinausgehen. Es wurde eine genaue Anamnese durchgeführt und auch der "Hospital Anxiety and Depression Scale" (HADS) bestimmt, sowie ein erweitertes Labor und ein EKG durchgeführt.

Tatsächlich zeigten 97% der Patienten verschiedene Symptome, im Durchschnitt waren es sieben. Am häufigsten waren Brustschmerz, Kopfschmerz, Palpitationen, Schlafstörungen, etc. Viele Patienten äusserten auch generelle gesundheitlichen Befürchtungen (32%) oder psychosoziale Belastungen (36%).

Bei rund zwei Drittel der Patienten erbrachte die Untersuchung einen Befund. Am häufigsten wurde eine Depression und Angststörung festgestellt. Ob Check-up Patienten eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Depression oder Angststörung haben, soll weiter untersucht werden. Weitere häufige Diagnosen waren Dyslipidämie, Hypertonie oder erhöhte Leberenzyme. Man sollte bei Patienten, die sich "ohne Grund" für einen Gesundheitscheck melden, insbesondere diese wichtigen gesundheitlichen Störungen suchen. BE





 
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