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Overnight Report vom EUROGIN Paris, April 2006


Paris, 1. Mai 2006

Behandlung präneoplastischer Vulvaläsionen individuell und so schonend als möglich

VIN not still won

PARIS – Das aktuelle, weitgehend anerkannte Therapiekonzept bei intraepithelialen Neoplasien der Vulva lässt sich so umschreiben, dass die Behandlung darauf gerichtet sein muss, mit minimalen invasiven Operationstechniken einen maximalen Effekt in Kombination mit einer minimalen postoperativen Morbidität zu erreichen.

Die Inzidenz der vulvären intraepithelialen Neoplasie (VIN) hat sich in den letzten Jahrzehnten fast verdoppelt. Vor allem junge Frauen zwischen 20 und 35 Jahren scheinen zunehmend betroffen zu sein.

Daher stehen heute organerhaltende Massnahmen ganz im Mittelpunkt des therapeutischen Vorgehens. Bei behandlungsbedürftigen Befunden von insbesondere multifokalen intraepithelialen Neoplasien hat sich bei diesen jungen Patientinnnen die CO2-Laservaporisation als Therapie der Wahl etabliert.

Eine Ausnahme sind schwangere Frauen, da spontane Regressionen nach der Geburt beschrieben wurden. Hier sollte die Therapieenscheidung also erst nach einer Reevaluation erfolgen. Bei Frauen nach der Menopause, bei denen invasive Läsionen häufiger sind, bleibt die chirurgische Exzision die Therapie der Wahl. Die Behandlung richtet sich immer nach Histologie und Ausdehnung der Erkrankung, erklärte Dr. M. Roy, CHUQ-Hôtel-Dieu de Québec, Québec, am EUROGIN 2006.

Welches Stadium liegt vor?
VIN Dysplasiegrad Schleimhautbefall
VIN 1 leicht basales Drittel
VIN 2 mässig basales und mittleres Drittel
VIN 3 schwer Carcinoma in situ, Cis (alle Schleimhautschichten betroffen)

Sandra Krüger


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