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Overnight Report vom EUROGIN Paris, April 2006


Paris, 1. Mai 2006

Schon Kleinkinder mit humanen Papillomaviren infiziert

Mütter können ihre Kinder anstecken

PARIS – Bei kindlichen Trägern von humanen Papillomaviren (HPV) ist die Immunantort verändert. Dies könnte Einfluss auf das Risiko haben, später an einer HPV-Infektion zu erkranken sowie auf die serologische Antwort, die durch eine prophylaktische Impfung ausgelöst wird.

Humane Papillomaviren (HPV) werden auch bei Kindern immer wieder nachgewiesen. Die durch HPV ausgelöste immunologische Antwort in der frühen Kindheit, kann dieselbe im späteren Leben stark verändern. Die finnische Familienstudie zeigt die Ansteckung zwischen Eltern und Kindern.

Eine Infektion ist zum Beispiel durch die Mutter während der Geburt möglich oder auch schon pränatal über Plazenta, Fruchtwasser und Nabelschnurblut. Auch infizierte Väter und andere Infektionsquellen scheinen eine Ansteckung der Kinder zu begünstigen. Insgesamt sind die Übertragungswege, auf denen Kinder die Erreger erwerben können, aber noch längst nicht verstanden. Wenn im Genitalbereich während der Schwangerschaft die ebenfalls durch HPV verursachten Feigwarzen auftreten, können beim Kind später gutartige Warzen am Kehlkopf oder in den oberen Luftwegen entstehen.

Ein Kaiserschnitt ist aber nur dann notwendig, wenn die Warzen so gross sind, dass sie den Geburtsweg einengen, da ein Infektionsrisiko durch die Operation nicht signifikant gesenkt werden kann, meinte Dr. Marjut Rintala, Department of Obstetrics & Gynecology, Turku University Hospital, Turku, Finland.

Sandra Krüger



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