Overnight Reports: EUROGIN, Paris, April/Mai 2006
Montag, 1. Mai 2006
HPV-Impfung: Wer wird die Kosten übernehmen?
Nachdem die Entwicklung der Impfstoffe jetzt sehr weit fortgeschritten ist, ist die nächste Frage natürlich die, wer die Kosten dafür übernehmen wird. Und wie wird das weitere Prozedere aussehen?
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Kampf dem Gebärmutterhalskrebs: Impfung könnte Durchbruch bringen
Eine besonders grosse Hoffnung könnte eine Impfung gegen HPV für die Entwicklungsländer
bedeuten, in denen regelmässige gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen noch nicht
Standard sind und in denen deshalb noch immer viele Frauen auf Grund einer fehlenden
oder zu späten Behandlung an Gebärmutterhlaskrebs sterben. »
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Prävention des Gebärmutterkrebses: Screening oder Impfung?
Eine Impfung gegen HPV könnte sich als neue Strategie bei der Gebärmutterkrebsprävention
etablieren. Screeningverfahren haben heute ihren festen Platz bei der Vorsorge
und werden diesen in Zukunft behalten. »
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Und nicht zuletzt die Frage der Kosten: Lohnt sich die HPV-Impfung wirtschaftlich?
Entscheidungsanalytische Modelle und Markow-Szenarien, die klare Aussagen zur
Kosteneffektivität von Screening und Vorsorgeprogrammen beim Gebärmutterhalskrebs
gaben, werden zur Evaluation der Kosteneffektivität einer HPV-Routineimpfung
herangezogen. »
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Behandlung präneoplastischer Vulvaläsionen individuell und so schonend als
möglich: VIN not still won
Das aktuelle, weitgehend anerkannte Therapiekonzept bei intraepithelialen Neoplasien
der Vulva lässt sich so umschreiben, dass die Behandlung darauf gerichtet sein
muss, mit minimalen invasiven Operationstechniken einen maximalen Effekt in
Kombination mit einer minimalen postoperativen Morbidität zu erreichen. »
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Schon Kleinkinder mit humanen Papillomaviren infiziert: Mütter können ihre
Kinder anstecken
Bei kindlichen Trägern von humanen Papillomaviren (HPV) ist die Immunantort
verändert. Dies könnte Einfluss auf das Risiko haben, später an einer HPV-Infektion
zu erkranken sowie auf die serologische Antwort, die durch eine prophylaktische
Impfung ausgelöst wird. »
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Humane Papillomaviren im Mund: Vermeidet HPV-Impfung auch Mundbodenkarzinome?
Die zukünftige prophylaktische HPV-Impfung könnte auch oralen HPV-Infektionen
vorbeugen und damit bis zu 25 % der Karzinome im Kopf- und Halsbereich vermeiden.
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Freitag, 28. April 2006
Langzeitstudie mit Gardasil®: Auch nach 5 Jahren noch wirksam
Eine Langzeituntersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass es auch fünf Jahre nach
der Impfung mit Gardasil® gegen das humane Papillomavirus zu keinen Läsionen
gekommen ist. "Das ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen das Zervixkarzinom,"
sagte Dr. Lucia Villa, Direktorin des Departements für Virologie am Ludwig Institute
for Cancer Research, Sao Paulo, am EUROGIN 2006. »
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Die Bürde der Genitalwarzen: Skandinavische Multizenter-Studie bringt Licht
hinter die Dunkelziffern
Die neue Impfung gegen Papillomaviren kann die Präventionsstrategie der Genitalwarzen
entscheidend verändern. Die grosse Belastung durch Genitalwarzen in der Allgemeinbevölkerung
war bis anhin weitgehend verkannt, da Studien immer nur an ausgewählten Bevölkerungsgruppen
durchgeführt wurden. »
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HPV-Impfung mit Cervarix®: Anhaltende Wirksamkeit über 4,5 Jahre gezeigt
Aktuelle Daten der Follow-up Studie zur Wirksamkeit des bivalenten Impfstoffes
Cervarix®* gegen HPV 16 und 18 zeigen die anhaltende Wirksamkeit der Impfung
auch nach 4,5 Jahren. Professor Dr. Diane Harper präsentierte die Ergebnisse
im Rahmen des EUROGIN 2006. »
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Donnerstag, 27. April 2006
HPV-positiv: Impfung mit Gardasil® ist hochwirksam
Die Impfung mit dem quadrivalenten HPV-Impfstoff der Firma sanofi pasteur MSD
wirkt auch bei Frauen, die sich bereits mit dem Papillomavirus angesteckt haben,
berichtete Professor Dr. Daron Ferris, Augusta, am EUROGIN 2006. »
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Zervixkarzinom: Screening in der Schweiz
Da im Rahmen des EUROGIN-Kongresses verschiedene Vorgehensweisen für das Zervixkarzinom-Screening
diskutiert wurden, haben wir PD Dr. Michael Mueller, Leitender Arzt in der Frauenklinik
des Inselspitals, Bern, zu den aktuellen Empfehlungen in der Schweiz befragt.
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Mittwoch, 26. April 2006
Das Papillomavirus und die Pathogenese des Zervixkarzinoms
Epidemiologische Studien zeigen, dass die Infektion mit dem humanen Papillomavirus,
speziell HPV 16 und HPV 18, der Hauptrisikofaktor für die Entstehung eines Zervixkarzinoms
ist. Experimentelle Studien haben gezeigt, dass die Gene E6 und E7 des HPV Onkoproteine
kodieren, die den Zellyklus deregulieren, erklärte Professor Dr. Margaret Stanley,
Cambridge, am EUROGIN 2006. »
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Histologisches Schema der Pathogenese des Zervixkarzinoms
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Screening: Was spricht für HPV-basierte Präventionsstrategien?
Zervixkarzinome gehören weltweit zu den zweithäufigsten Karzinomen der Frauen
und sind immer auf eine HPV-Infektion zurückzuführen. Selbst bei zytologisch normalem
Abstrich beträgt die HPV-Prävalenz ca. 10 %. Bei präinvasiven Befunden liegt sie
bei 80 bis 90 %, bei einem Zervixkarzinom bei 95 bis 100 %. Der Nachweis des Virus
ermöglicht eine bessere Einschätzung des Verlaufs als die alleinige zytologische
Untersuchung. »
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Dienstag, 25. April 2006
Enorme Auswirkungen: Humanes Papillomavirus und die Frauengesundheit
Der invasive Zervixkrebs ist eine schwere und nicht selten tödliche Erkrankung.
Jährlich erkranken weltweit über 600'000 Frauen daran, das sind 12 % der Krebsfälle
bei Frauen. Es ist die zweithäufigste Krebsart bei jungen Frauen, die Mortalität
ist mit ca. 50 % hoch. Die Overnight-Reports können wir dank der freundlichen
Unterstützung von sanofi pasteur MSD realisieren. »
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Alle reden vom Impfstoff: Das Zerivxkarzinom kann besiegt werden
Mit mehr als 480 000 Neuerkrankungen und 280 000 Todesfällen ist das Zervixkarzinom
das zweithäufigste Karzinom der Frauen weltweit. Und das völlig überflüssigerweise,
zählt es doch zu den wenigen Karzinomen, dessen Ursache man heute kennt. »
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