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Donnerstag, 17.05.2012     Medical Tribune Group





Overnight Report vom 21. Jahreskongress der European Association of Urology


PARIS, 06.04.2006

Neue Indikation für Nervengift?

Botulinumtoxin bei überaktiver Blase

Injektionen mit Botulinumtoxin in den Detrusor sind auch in der Therapie der Dranginkontinenz wirksam, so eine von PD. Dr. Daniel Schmid am 21. Jahreskongress der European Association of Urology vorgestellte Studie.

Botulinumtoxin wird bereits bei Patienten mit neurogenen Blasenstörungen injiziert. Als selektiver Hemmer der Acetylcholinausschüttung an den Synapsen wirkt Botulinumtoxin auch auf die glatte Muskulatur, z. B der Harnblase.

Der Urologe vom Universitätsspital Zürich und Kollegen behandelten 150 Patienten mit Reizblase mit jeweils 100 Einheiten Botulinumtoxin - A, appliziert an 30 verschiedenen Punkten im Detrusormuskel.

Sowohl urodynamische Parameter als auch Indizes der Lebensqualität wurden mit der Therapie signifikant gebessert. 82 % der Patienten waren innerhalb von zwei Wochen nach der Behandlung wieder kontinent. Bei drei Viertel der Patienten verschwand die Drangsymptomatik komplett. Die Miktionshäufigkeit wurde halbiert: von 14 auf 7 Miktionen pro Tag. Die Nykturie nahm ebenfalls durchschnittlich von vier Episoden pro Nacht auf 1,5 ab.

Die Therapie blieb über etwa neun Monate wirksam. Eine Harnretention als Komplikation trat in fünf Fällen auf und war als nicht schwerwiegend einzustufen. ASP





 
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