Overnight Reports von der Digestive Disease Week, Los Angeles, Mai 2006
Clostridium difficile Infektion: Neue Therapiemöglichkeiten?
Die Behandlung einer Infektion mit Clostridium difficile erfolgt normalerweise
mit Metronidazol oder Vancomycin. Allerdings erleiden bis zu 20% der so behandelten
Patienten ein Rezidiv. Am DDW 2006 wurde nun ein neues Behandlungsprinzip vorgestellt.
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Die ROM-III-Kriterien sind da
Schon seit langem wurden sie angekündigt, jetzt wurden sie erstmals einer
breiten Öffentlichkeit vorgestellt: die ROM-III Kritrien. Während
die generellen Kriterien des Reizdarms wenig verändert wurden, bedeuten
die neuen Dyspepsie-Kriterien doch eine deutliche Änderung zu den ROM-II-Kriterie.
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COX-2 Antagonisten plus PPI zur Blutungsprophylaxe
Die Markteinführung der COX-2-Antagonisten hat die Gefahr von therapiebedingten
Ulzera deutlich reduziert. Allerdings ist bei Patienten mit einer Anamnese einer
NSAR bedingten Ulkusblutung weder die Kombinationstherapie mit NSAR plus PPI
noch die Therapieumstellung auf einen COX-2-Antagonisten ausreichend, um ein
Blutungsrezidiv zu vermeiden. Hilft die Kombi-Therapie weiter? »
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Saccharomyces Boulardii: Dem Wirkmechanismus auf der Spur
Der apathogene Hefepilz Saccharomyces boulardi hat in den letzten Jahren wegen
seiner Wirkung bei infektiösen sowie chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Über dessen Wirkmechanismus war allerdings
bislang wenig bekannt. »
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Colitis ulcerosa: Hochkonzentriertes Mesalazin einmal täglich
Dank einer neuen Darreichungsform des altbewährten Therapeutikums 5-Aminosalicylsäure
genügt jetzt eine einmal tägliche Einnahme, berichtete Professor Dr.
William J. Sandborn von der Mayo Clinic in Rochester an der Digestive Disease
Week 2006. »
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Inhaltsstoff von Chili als Diagnostikum bei Magenschmerzen
Capsaicin ist bekanntlich jene Substanz, welche Chili seine Schärfe gibt
und bestimmte Rezeptoren (VR1), die sich auf schmerzleitenden Nervenbahnen befinden,
stimuliert und so seine charakteristische Wirkung entfaltet. »
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Octreotid zur Prophylaxe der Darmblutung
Die chronische okkulte Blutung ist häufig auf Angiodysplasien im Gastrointestinaltrakt
zurückzuführen. Wenn diese einer endoskopischen Therapie nicht zugängig
sind, gehört der Patient bei entsprechender Klinik unters Messer. Sind
die Patienten allerdings nicht operabel, so steht man vor einem Dilemma. »
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Verbesserte Therapie des Hepatorenalen Syndroms
Die Prognose des hepatorenalen Syndroms ist schlecht. Die derzeit häufig
durchgeführte Behandlung ist eine Kombinationstherapie mit Octreodit, einem
Vasopressor und Albumin. »
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Morbus Crohn: Neue Therapieoption in Sicht
Teduglutid, ein Analogon des glukagonähnlichen Peptids verfügt über
entzündungshemmende Eigenschaften, von denen Morbus Crohn-Patienten profitieren
könnten. »
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Subkutan an den Darm: Neuer Antikörper gegen Morbus Crohn
Eine Möglichkeit gezielt gegen inflammatorische Zytokine beim Morbus Crohn
vorzugehen, liegt in der Bindung des Tumornekrosefaktors-alpha durch Antikörper.
Einen neuen Antikörper, Certolizumab, stellte Professor William J. Sandborn
von der Mayo Clinic in Rochester. »
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Entzündungsmarker im Stuhl: Calprotectin statt Koloskopie?
Ein im Stuhl nachweisbares Protein hilft beim Ausschluss einer organischen
Darmerkrankung - und erspart Patienten sogar die Koloskopie, berichtete Dr.
Gianmichele Meucci, Ospedale Valduce, Como, an der Digestive Disease Week
2006. »
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Diarrhoe bei Kleinkindern: Den Rotaviren keine Chance
Es gibt neue Wege, gegen den häufigsten Auslöser einer schweren Gastroenteritis
im Kleinkindalter vorzugehen. Während einerseits eine aktive Immunisierung
gegen Rotaviren möglich ist, gibt es auch Fortschritte in der Therapie
der viralen Gastroenteritis bei Säuglingen und Kleinkindern. »
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Morbus Crohn: Remissionserhalt mit Budesonid ist auch langfristig sicher
Das topisch wirksame Steroid Budesonid ist bei mildem bis moderatem Verlauf
eines Morbus Crohn wirksam und auch langfristig sicher und gut verträglich,
so eine Studie. »
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Bremsen ACE-Hemmer das Tumorwachstum?
Patienten, die einen ACE-Hemmer einnehmen, tun nicht nur Gutes für Herz
und Nieren. Sie halbieren auch ihr Risiko eines gastrointestinalen Tumors. »
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PPI zur Prophylaxe des Bltungsrezidivs
Auch heute diskutierte man wieder Möglichkeiten und Maßnahmen, wie
man das Blutungsrezidiv vermeiden könnte. Aus der University of Hong Kong
stammt Dr. P.W. Chiu, der mit seinen Kollegen Patienten nach endoskopischer
Blutstillung bei oberen Gastrointeswtinalblutungen untersuchte. »
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Laktasemangel - Neue Diagnosemöglichkeit
Eine Schweizer Gruppe aus dem Universitätsspital Zürich hat untersucht,
ob der Nachweis eines genetischen Defekts zukünftig als diagnostischer
Test zum Nachweis einer Lactoseintoleranz herangezogen werden könnte. »
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Patientenakzeptanz der bildgebende Untersuchung des Kolons
Eine Schweizer Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit der Patientenakzeptanz
der Magnetresonanz-Kolonographie imVergleich zur Koloskopie. »
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Therapieinduzierte Pankreatitis - Spielen die Gene eine Rolle?
Etwa 3% der Patienten, die wegen Mobus Crohn oder Colitis ulcerosa eine Therapie
mit Azathioprin erhalten, entwickeln eine Pankreatitis. Die Ursache dieser Therapie-assoziierten
Pankreatitis ist unbekannt. »
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Barrett Ösophagus: Biomarker erlauben gezielteren Therapieeinsatz
Die Photodynamische Therapie (PDT) des Barrett Ösophagus ist eine Therapieoption
bei Barrett Ösophagus mit hochgradiger Dysplasie. Obwohl sich die Therapie
als effektiv erwiesen hat, sprechen dennoch nicht alle Patienten darauf an.
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Einsatz von PPI auch bei überempfindlichem Ösophagus ohne Reflux
sinnvoll
Die Protonenpumpenhemmer (PPI) sind heutzutage bei der Therapie von Sodbrennen
nicht mehr wegzudenken. Dennoch gibt es Patienten, die einfach nicht auf die
Therapie anzusprechen scheinen. »
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Mögliche neue Therapieoption bei Hepatitis-C-Infektion
Die Einführung von PEG-Interferon hat die Therapie der Hepatitis C deutlich
verbessert, dennoch sind die Erfolge nach wie vor nicht optimal. »
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