Overnight Reports vom Jahreskongress der American Society of Clinical Oncology,
Atlanta, Juni 2006
Betreuung von Krebspatienten: Mehr als nur Stahl, Strahl und Medikamente
Ein wichtiger Schwerpunkt am 42. Jahrestreffen der American Society for
Clinical Oncology war der Umgang mit Krebspatienten jenseits der klassischen
Krebstherapien, die sich um Tumorschrumpfung, Metastasierung und Gesamtüberleben
kümmern. »
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Brustkrebsrisiko und Freizeitsport: Hormonrezeptorstatus spielt eine Rolle
Die prospektive Iowa Women's Health Study läuft seit 18 Jahren und beobachtet
über 40'000 postmenopausale Frauen. Dr. A. Bardia von der Mayo Clinic
in Rochester untersuchte in dieser Population die Auswirkungen von körperlicher
Aktivität auf das Brustkrebsrisiko und begab sich als Unikum auch auf die
Ebene des Rezeptorstatus. »
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Nierenzellkarzinom: Requiem für Interferon
Als "Requiem für Interferon" wurde eine Studie von Dr. Robert
J. Motzer bezeichnet, die Sunitinib bei Ersttherapie für das metastasierte
Nierenkarzinom prüfte. Das progressionsfreie Überleben war im Vergleich
zu Interferon auf dem geradezu sensationellen Niveau von p < 0,000001 signifikant
verlängert. »
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Lance Armstrong: Ein Herz für Krebs-Überlebende
3,5% aller Einwohner der USA und vermutlich ebenso viele in anderen westlichen
Kulturen sind Überlebende einer Krebstherapie. Der siebenfache Tour-de-France-Sieger
Lance Armstrong gehört zu ihnen. Er wurde am 42. Jahreskongress der
American Society of Clinical Oncology geehrt für sein Engagement in
der von ihm gegründeten Stiftung Livestrong SurvivorCare, die sich um die
Belange von Krebs-Überlebenden kümmert. »
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Impfen auch gegen Vaginal- und Vulvakarzinom wirksam
Bei Zervixkarzinom wurden bereits gute Ergebnisse mit einer Impfung gegen das
humane Papillomavirus (HPV) erreicht. Jetzt zeigen Ergebnisse, dass diese Impfung
auch bei Vaginal- und Vulvakarzinom gleich effektiv sein könnte . »
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Raloxifen, Tamoxifen: 20 000-Frauen-Studie zur Brustkrebsprävention vorgestellt
80'000 Behandlungsjahre überblickt die am 42. Jahreskongress der American
Society for Clinical Oncology vorgestellte STAR-Studie. Sie verglich Tamoxifen
und Raloxifen bei postmenopausalen Frauen mit hohem Brustkrebsrisiko. »
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Metastasierter Brustkrebs: Neue Alternative zu Anthrazyklin-Chemotherapie
Die anthrazyklinbasierten Chemotherapien bei metastasiertem Brustkrebs sind
unter anderem mit einem Risiko für febrile Neutropenien behaftet. Eine
deutsche Arbeitsgruppe um Dr. H. Lück, Wiesbaden, prüfte ein Regime
mit Capecitabin anstelle des Anthrazyklins. »
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Yoga randomisiert untersucht: Nützlich bei Brustkrebs
Am renommierten Anderson Cancer Center der Universität in Houston prüfte
eine Arbeitsgruppe von Dr. Lorenzo Cohen die Wirkung von Yoga bei Brustkrebspatientinnen,
die sich einer Radiotherapie unterzogen. Seine Studie untermauerte mit Evidenz,
was Dr. Cohen von seiner Grossmutter bereits immer eingetrichtert bekam: Yoga
wirkt positiv. »
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Fünf Jahre zielgenaue CML-Therapie: Ergebnisse hocherfreulich
Mit dem Beginn des neuen Jahrtausends startete die bisher längste Studie
zu einer sogenannten "targeted cancer therapy", einer zielgerichteten
Krebstherapie. Dr. Brian J. Druker vom Oregon Health & Science University
Cancer Institute stellte nun sehr eindrucksvolle Daten zur Therapie der chronischen
myeloischen Leukämie (CML) mit Imatinib vor. »
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Hängt die Überweisung zum Onkologen von der Krebsart ab?
Für einige Diskussionen sorgte eine Studie zur Überweisungspraxis
von Grundversorgern. Dr. Timothy Wassenaar, University of Wisconsin in
Madison, wies nach, dass Grundversorger dazu tendieren, Patientinnen mit fortgeschrittenem
Brustkrebs eher zu einem Onkologen zu überweisen als Patientinnen mit fortgeschrittenem
Lungenkrebs. »
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Lungenkarzinom: Adjuvante Chemotherapie Älteren keinesfalls vorenthalten
Die adjuvante Chemotherapie nach Resektion eines nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms
hat sich etabliert, aber bislang war wenig darüber bekannt, ob auch ältere
Patienten davon profitieren. »
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Klein und speziell: Störfeuer in der Krebszellkommunikation
Bei den Krebstherapien gibt es zwei wesentliche Ansätze: die Antikörper,
die ausserhalb der Zelle an Rezeptoren andocken, und die sogenannten "kleinen
Moleküle", die in die Zelle eindringen und dort die Kommunikation
der Krebszellen stören. »
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Bei Lungenkrebs alles ausgeschöpft? Wieder eine neue Tür geöffnet
Sunitinib wirkt an verschiedenen Schaltern der Zellkommunikation und wurde
kürzlich zur Behandlung des gastrointestinalen Stromatumor (GIST) zugelassen;
für das Nierenzellkarzinom wird die Zulassung ebenfalls in naher Zukunft
erwartet. »
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