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Overnight Report vom Jahreskongress der American Heart Association, Chicago 2006


CHICAGO, 14. November 2006

Erneuter Tiefschlag für Vitamine

Antioxydative Vitamine haben keinen Einfluss auf die Entwicklung kardiovaskulärer Krankheiten bei Frauen mit erhöhtem Risiko. Das ist das enttäuschende Resultat der WAFACS-Studie, vorgestellt am Jahreskongress der American Heart Association in Chicago.

WAFACS steht für “Women’s Antioxidant and Folic Acid Cardiovascular Study”. “Unsere Studie legt nahe, dass die Einnahme von Folsäure und B6- und B12-Vitamin nicht dazu angetan ist, kardiovaskuläre Krankheiten zu verhüten”, meinte Dr. Chistine M. Albert aus Boston. Die Forscher ihrer Arbeitsgruppe fanden allerdings auch keine ungünstigen Nebeneffekte der Vitamineinnahme.

5442 Frauen waren in die plazebokontrollierte WAFACS eingeschlossen. Sie konsumierten täglich 2,5 mg Folsäure, 50 mg Vitamin B6 und 1 mg Vitamin B12 oder Plazebo. Die Beobachtungszeit dafür betrug 7,3 Jahre.

Die Wahrscheinlichkeit, ein kardiovaskuläres Ereignis zu erleiden, war in der Vitamin-Gruppe ebenso hoch wie in der Plazebo-Gruppe – ein weiterer Tiefschlag für die Befürworter der Vitamin-Supplementation auf breiter präventiver Ebene. BR





 
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