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Overnight Report vom Jahreskongress des American College of Rheumatology, Washington 2006


CHICAGO, 16. November 2006

Frakturprävention: Strontium ist langfristig wirksam

Postmenopausale Frauen werden mit Strontium auch langfristig vor osteoporotischen Frakturen geschützt. Fünfjahres-Daten belegen die Wirksamkeit der Frakturprophylaxe mit der Substanz sowohl für Wirbelfrakturen als auch für nichtvertebrale Frakturen, berichtete Dr. Jean Yves Reginster, Universität Liège, am 70. Jahreskongress des American College of Rheumatology.

Strontiumranelat hemmt den Knochenabbau und fördert gleichzeitig die Knochenneubildung. Zudem werden biomechanische Eigenschaften des Knochens verbessert, erläuterte der Experte.

In zwei internationalen plazebokontrollierten Phase-III-Studien war die Wirksamkeit von Strontium bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose nachgewiesen worden. Die erste Studie, SOTI, (Spinal Osteoporosis Therapeutic Intervention) zeigte die Wirksamkeit der Substanz in der Prophylaxe von Wirbelfrakturen. Die Studie mit 1649 Frauen verglich die Inzidenz von Wirbelfrakturen bei Frauen über 70 Jahren, die vier Jahre lang täglich zwei Gramm Strontiumranelat oder Plazebo erhalten hatten.

Im ersten Studienjahr hatten 6,4% der mit Strontium behandelten Frauen neue Wirbelbrüche, in der Plazebo-Gruppe 12,2 %. Nach drei Jahren betrug die Rate neuer Wirbelbrüche in der Strontium-Gruppe 20,9 %, in der Plazebo-Gruppe 32,8 %.

Die Langzeitergebnisse nach vier Jahren belegen nun eine Risikoreduktion von 33 % für neue Wirbelfrakturen, berichtete Dr. Reginster. In der TROPOS-Studie (Treatment of Peripheral Osteoporosis) bei etwa 5000 postmenopausalen Frauen wurde das Risiko für eine Schenkelhalsfraktur mit Strontiumranelat um ein Drittel gesenkt.

Fünfjahres-Daten belegen nun eine Risikoreduktion von 15 % für nichtvertebrale Frakturen, so der Experte. In der Plazebo-Gruppe hatten nach fünf Jahren 20 % der Frauen eine nichtvertebrale Fraktur im Vergleich zu 17 % unter Strontium. Für neue Wirbelfrakturen konnte eine Risikoreduktion von 24 % gezeigt werden. Dr. Anka Stegmeier-Petroianu





 
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