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Overnight Reports vom 64. Jahreskongress der American Academy of Dermatology


SAN FRANCISCO, 10.03.2006

Psoriasis: Entwicklungen bei der topischen Therapie

Auch bei der topischen Behandlung der Psoriasis schläft die Forschung nicht. Die aktuellen wissenschaftlichen Studien befassen sich mit der Frage der Kortikoid-Tachyphylaxie, mit neuen Galeniken und Kombinationen. Dr. Linda Stein Gold, Direktorin der dermatologischen Forschungsabteilung am Henry Ford Health System in West Bloomfield, USA, gab einen Überblick.

Topische Therapien sind bei der Psoriasis nach wie vor die Erstbehandlung und reichen bei vielen Patienten, die eher eine milde bis mässige Krankheitsausdehnung haben, auch aus. Mit den neueren topischen Behandlungen lassen sich jedoch noch bessere Erfolge erreichen. Vor allem kann man auch den Patientenbedürfnissen entgegen kommen, denn die Anwender schätzen das "Einschmieren" nicht.

Während der Arzt glaubt, es störe den Patienten zur Nacht nicht, eine dicke Creme aufzutragen, wünschen Patienten nicht nur tagsüber, sondern auch abends eine weniger sichtbare Salbe oder Creme. In den USA wurde aktuell ein Clobetasol-Propionat-Spray zugelassen, das offensichtlich eine gute Compliance bewirkt.
Auch Kombinationen sind effektiv. Die Kunst besteht darin, unvereinbare Substanzen zu kombinieren, wie Betamethason Dipropionat und das Vitamin-D-Analogon Calcipotrien. Auch hier gelang vor Kurzem eine geeignete Galenik, die in den USA zugelassen ist. Sie hat den Vorteil, dass sie nur einmal täglich aufgetragen werden muss.

Kortikoide standen im Verdacht, einer Tachyphylaxie zu unterliegen. Diesem Verdacht gingen in letzter Zeit mehrere Studien nach, berichtete Dr. Stein Gold. Sie konnten die Tachyphylaxie nicht bestätigen. Eher sei anzunehmen, dass die Compliance nicht optimal ist. Auch fand sie in eigenen Untersuchungen, dass die Ärzte keine ausreichenden Dosierungen verordnen, sodass die Wirkung nicht wie erwartet eintreten kann.

Schliesslich ist es auch nicht einerlei, in welcher Galenik das Kortikoid eingebettet ist. Betamethason Valerat beispielsweise gehört der Klasse 3 an, wenn es in einer Salbe angewendet wird, und in Form einer Lotion ist es der deutlich schwächeren Klasse 6 zuzuordnen. "Die Trägersubstanz kann entscheidend sein - für die Wirksamkeit und für die Compliance", gab Dr. Stein Gold zu bedenken. Wenn die Substanz richtig angewendet wird, ist auch kein Rebound festzustellen, wie am neuen Spray gezeigt. Es kann also auch bei der topischen Psoriasis-Therapie noch einiges ausgereizt werden. UNo





 
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