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Overnight-Reports vom 64. Jahreskongress der American Academy of Dermatology


SAN FRANCISCO, 07.03.2006

Antibiotikaresistenz bei Akne: Keine klinische Relevanz

Antibiotika haben einen wichtigen Stellenwert in der Behandlung der Akne, in topischer und oraler Form. Dabei werden sie häufig über längere Zeit eingesetzt. Können sich dabei Resistenzen bilden? Wenn ja, wie wirken sie sich auf den Behandlungserfolg aus?

Eine Arbeitsgruppe um Dr. Aikaterini Charakida vom Hammersmith Hospital in London klärte zunächst einmal, welche therapeutischen Spiegel der Antibiotika nach oraler Einnahme in der Haut auftreten und wie weit sich darunter bei Propionibacterium acnes Resistenzen bilden. Rekrutiert wurden 95 Patienten mit oraler Antibiotikaeinnahme wegen Akne sowie eine Vergleichsgruppe mit ebenfalls 95 Aknepatienten, die in den vorausgegangenen zwei Jahren keine Antibiotika erhalten hatten.

Das Ergebnis der Arbeit, vorgestellt am 64. Jahreskongress der American Academy of Dermatology: In der Antibiotika-Gruppe war Propionibacterium acnes in 75% resistent gegen Erythromycin, unter Trimetoprim waren 51% der Bakterien-Proben resistent, unter Minocyclin und Clindamycin lagen die Resistenzraten mit 19 und 17% deutlich niedriger.

In der Vergleichsgruppe von den Patienten, die seit mindestens zwei Jahren keine Antibiotika eingesetzt hatten, waren die Resistenzraten vergleichbar hoch, abgesehen von Erythromycin. Die erste Hälfte der Frage war also beantwortet: Resistenzen treten auf, teilweise sogar häufig, dies jedoch in der antibiotikabehandelten Gruppe ebenso häufig wie bei den aktuell nicht mehr mit Antibiotika Behandelten.

Was bedeutet das für den Behandlungserfolg? Bei den Probanden, bei denen eine Resistenz nachgewiesen werden konnte, konnte kein Zusammenhang zu einem schlechten klinischen Ergebnis abgeleitet werden. Das brachte die Autoren nicht in Erkärungsnot: Bekannt ist, dass die Antibiotika einen zweiten wichtigen Effekt bei Akne erzielen: Sie wirken antiinflammatorisch. UNo





 
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